Im saftigen Gruenland des boehmerischen Suedens, wo einst keltische und slaevische Staemme ihre Weisheit ueberlieferten, reift eine goldene Kostbarkeit in kuehlen Kellern heran. Jihoceska Zlata Niva verkoepert die Harmonie zwischen traditionellem Handwerk und der urspruenglichen Reinheit einer unberuehrten Landschaft. Ein Blauschimmelkaese, der wie ein leuchtender Edelstein zwischen Novohradske Hory und Sumava geboren wird.
Jihoceska Zlata Niva praesentiert sich als zylindrischer Blauschimmelkaese mit einer sanft cremefarbenen bis hellbraunen Oberflaeche, die durch das charakteristische Waschen und Reiben der Rinde gekennzeichnet ist. Die Textur ist merklich weicher und cremiger als die der klassischen Jihoceska Niva, mit einer homogenen, leicht bruechiegen Konsistenz, die sich elegant auf der Zunge ausbreitet. Das Aroma ist mild und zugaenglich, gepraegt von blumigen Noten des Penicillium roqueforti, ohne die intensive Schaerfe anderer Blauschimmelkaese. Der Geschmack offenbart sich als delikat salzig mit einer angenehmen Wuerze, die von einer subtilen Cremigkeit umhuellt wird. Die gruenlich-blaeuliche Marmorierung durchzieht das elfenbeinfarbene bis buttrige Innere in regelmaessigen, durch das Durchstechen entstandenen Mustern. Im Abgang bleibt eine milde, leicht nussige Note zurueck, die zum weiteren Geniessen einlaedt.
Die milde, cremige Natur der Jihoceska Zlata Niva harmoniert wunderbar mit suedboehmerischen Weissweinen und halbtrockenen Gewuerztraminern aus der Region. Ein frisches tschechisches Pilsner mildert die salzigen Noten perfekt ab, waehrend ein gereifter Riesling aus Deutschland die blumigen Aromen des Schimmels unterstreicht. Bei festlichen Anlaessen ergaenzen Eisweine oder spaetgelesene Weine mit hohem Restzucker die cremige Textur ideal und schaffen einen wunderbaren Kontrast zwischen Suesse und salziger Wuerze.
Traditionell wird Jihoceska Zlata Niva mit frischem Roggenbrot aus tschechischer Baeckerei und duennem Honig aus den Sumava-Waeldern serviert. Walnuesse und getrocknete Feigen ergaenzen die cremige Konsistenz perfekt, waehrend gekochte Pellkartoffeln eine herzhafte Grundlage bilden. In der boehmerischen Kueche passt der Kaese hervorragend zu Zwiebeltarte oder als Fuellung fuer gedaempfte Knoedel. Geroestete Sonnenblumenkerne und frische Gurken runden das traditionelle Gericht ab.
Fuer gefuellte Kartoffeln auf Suedboehmerische Art vier grosse Kartoffeln schaelen, halbieren und aushoehlen. Die Jihoceska Zlata Niva zerkleinern und mit Zwiebeln, gehackten Walnuessen und einem Loeffel Sauerrahm vermischen. Die Kartoffelhaelften damit fuellen, mit Semmelbroeseln bestreuen und bei 180 Grad etwa 25 Minuten ueberbacken, bis die Oberflaeche goldbraun ist. Mit frischem Dill garnieren und zu einem Ruebensalat mit Kuemmel servieren. Als Getraenk passt dazu am besten ein kuehles Budweiser oder ein trockener tschechischer Weisswein.
Produktion seit 1951 in Cesky Krumlov Durchmesser: 180 bis 200 Millimeter Hoehe: etwa 10 Zentimeter Gewicht: zirka 2 8 Kilogramm PGI-Status seit 14. Januar 2010 Mindestens 52% Trockensubstanz
Die Geschichte der Jihoceska Zlata Niva beginnt im Jahre 1951, als die Molkerei in Cesky Krumlov mit der Produktion dieses besonderen Blauschimmelkaeses begann. Die Entwicklung fand in den Nachkriegsjahren statt, als die tschechische Kaeseindustrie nach neuen Wegen suchte, um traditionelle europaeische Kaesesorten mit lokalen Gegebenheiten zu verbinden. Die Molkerei nutzte von Anfang an das gleiche Produktionsverfahren, das bis heute weitgehend unveraendert geblieben ist. Der einzige bedeutende Wandel erfolgte im Jahr 2005, als aufgrund der steigenden Produktion klimatisierte Reifekeller errichtet wurden, um die gleichmaessige Qualitaet des Kaeses auch bei groesseren Mengen zu gewaehrleisten. Der Name Jihoceska Zlata Niva leitet sich von den Sumava-Wiesen und Weidelandschaften ab, aus denen die verwendete Milch stammt. Die Region Suedboehmen gehoert zu den am wenigsten verschmutzten Gebieten der Tschechischen Republik, was entscheidend zur besonderen Qualitaet der hier erzeugten Milch beitraegt. Die Weiden befinden sich in den Schutzgebieten Novohradske Hory, Blansky les und Sumava, was dem Kaese seinen charakteristischen, milden Geschmack verleiht. Das Produktionsverfahren folgt strengen Richtlinien: Die Kuhmilch wird in geeignete Geraete gegeben und mit Kulturen versetzt, die eine optimale Saeurerung gewaehrleisten, darunter das charakteristische Penicillium roqueforti, das der Jihoceska Zlata Niva ihren typischen Geschmack verleiht. Nach der Gerinnung werden die entstehenden Kaeseklumpen in Formen gepresst, danach wird die Molke entfernt und die Mikroflora entwickelt sich bei kontrollierter Temperatur. Der Salzungsprozess erfolgt in zwei Phasen: zuerst in Salzlake, dann mit Kochsalz, das direkt auf die Form gerieben wird. Die Reifung dauert mindestens vier Wochen in Kellern mit kontrollierten Temperatur- und Feuchtigkeitsverhaeltnissen. Am Ende des Reifeprozesses wird die Form gewaschen, die Rinde gerieben und anschliessend in Aluminiumfolie oder spezielle sauerstoffresistente Folien verpackt. Die offizielle Anerkennung durch die Europaeische Union erfolgte am 14. Januar 2010 durch die Kommissionsverordnung EU Nr. 32/2010, die die Jihoceska Zlata Niva in das Register der geschuetzten geographischen Angaben eintrug. Diese PGI-Zertifizierung stellt sicher, dass die gesamte Produktion, Reifung und Verpackung innerhalb des festgelegten geographischen Gebiets in Suedboehmen erfolgt. Die strengen EU-Vorschriften verlangen, dass der Kaese zylindrisch geformt sein muss mit einem Durchmesser von 180 bis 200 Millimetern, einer Hoehe von etwa 10 Zentimetern und einem Gewicht von zirka 2,8 Kilogramm. Die Oberflaeche kann eine cremefarbene bis hellbraeuliche Farbe aufweisen und ist durch das Waschen und Reiben der Rinde aeusserlich gekennzeichnet. Der blaulich-gruene Schimmel kann Teile dieser Oberflaeche bedecken, ohne dass dies schaedlich waere, waehrend das Innere eine cremefarbene bis butterweisse Farbe mit regelmaessiger gruen- bis blaeulich-gruener Marmorierung durch die Schimmelpilze aufweist. Heute wird die Jihoceska Zlata Niva sowohl als ganzer Laib als auch in halbkreisfoermiger Form mit einem Gewicht von 1,2 Kilogramm sowie in Scheiben mit einem Gewicht von 115 bis 220 Gramm verkauft. Sie ist in Aluminiumfolie oder spezielle sauerstoffresistente Papierboegen verpackt, die die gesamte Oberflaeche bedecken. Die Scheiben werden in Kunststoffschalen mit bedruckten Kunststofffolien verpackt. Die Verpackung muss Name und Adresse des Herstellers enthalten. Der Kaese verkkoerpert die reiche Tradition der tschechischen Kaeserei und steht fuer die Verbindung von historischem Handwerk mit modernen Qualitaetsstandards in einer der schoensten und reinsten Regionen Europas.
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