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Schweizer Teufel 6 Monate

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In den sanften Huegeln des Toggenburgs reift ein Kaese heran, dessen Name an dunkle Legenden aus vergangenen Zeiten erinnert. Der Schweizer Teufel verdankt seinen mystischen Namen einer Hoehle namens Wildmannlisloch, wo einst der Teufel vermutet wurde. Heute schlaeft in den Kellern der Kaeserei Guentensperger kein boeses Wesen, sondern ein vollmundiger Rahmkartkaese.

Der Sommelier empfiehlt

Der Schweizer Teufel praesentiert sich mit einer roetlich schimmernden Naturrinde, die bereits seine intensive Persoenlichkeit andeutet. In der Nase entfalten sich wuerzige Aromen von gebrannten Mandeln und einer dezenten Kraeuternote, die an die Alpenweiden des Toggenburgs erinnert. Am Gaumen ueberrascht der Kaese durch seine cremige, fast schmelzende Textur trotz der sechsmonatigen Reifezeit. Der Geschmack ist kraftvoll und pikant, mit einer angenehmen Schaerfe, die niemals aufdringlich wird. Feine mineralische Noten mischen sich mit nussigen Unterlagem und einem Hauch von Heu. Das Finish ist lang und rein, mit einer dezenten Salzigkeit, die zum naechsten Bissen einlaedt. Die charakteristischen Reifekristalle sorgen fuer eine interessante Textur, die dem Kaese zusaetzliche Komplexitaet verleiht.

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Alles über diesen Käse

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Getränkeempfehlung

Der wuerzige Schweizer Teufel harmoniert vorzueglich mit kraeftigen Rotweinen wie einem Malbec oder einem gereiften Shiraz aus dem Rhonetal. Die intensiven Geschmacksnoten des Kaeses werden durch die Tannine des Weins wunderbar ausbalanciert. Alternativ eignet sich ein hopfenbetontes IPA-Bier, dessen Bitterkeit die cremige Textur und die pikanten Aromen des Teufels perfekt ergaenzt. Ein gereifter Gruyère-Wein aus dem Kanton Freiburg bildet ebenfalls eine authentisch schweizerische Paarung.

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Beilagen & Speisen

Traditionell schmeckt der Schweizer Teufel hervorragend zu knusprigem Toggenburger Bauernbrot und fruchtigen Birnenkonfiitueren aus der Region. Walnuesse und getrocknete Feigen unterstreichen seine nussigen Noten, waehrend ein Stueck dunkle Schokolade mit 70 Prozent Kakao seine mineralischen Aspekte betont. Als typisch schweizerische Beilage empfiehlt sich ein Glas Most oder frische Aepfel vom Bodensee, die seine cremige Intensitaet wunderbar ausgleichen.

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Rezeptidee

Fuer eine authentische Toggenburger Kaeseschnitte den Schweizer Teufel in duenne Scheiben hobeln und auf getoastetes Bauernbrot legen. Mit einer duennen Schicht Senf bestreichen und bei 180 Grad Celsius ueberbacken, bis der Kaese goldbraun wird. Mit frischen Thymian-Blaettern garnieren und dazu ein Glas gespritzten Weisswein servieren. Optional kann man noch duenne Apfelscheiben unter den Kaese legen fuer eine suesslich-herzhafte Note, die perfekt zum wuerzigen Charakter des Teufels passt.

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Wissenswertes

Reifezeit: 6 bis 7 Monate in den Toggenburger Bergen Gewicht pro Laib: 6 bis 7 Kilogramm Hersteller: Guentensperger Kaese AG seit 1999 in Buetschwil Milchart: Thermisierte Kuhmilch aus der Ostschweiz Fettgehalt: Mindestens 55 Prozent Fett in der Trockenmasse Laktosegehalt: Natuerlich laktosefrei unter 0 1 Gramm pro 100 Gramm

Geschichte & Wissenswertes

Die Geschichte des Schweizer Teufels ist eng mit der Familie Guentensperger und den mystischen Legenden des Toggenburgs verwoben. Der Name dieses aussergewoehnlichen Kaeses stammt vom sagenumwobenen Wildmannlisloch, einer Hoehle in den Toggenburger Bergen nahe der Kaeserei. Vor hunderten von Jahren vermuteten die Einwohner des Toggenburger Tals den Teufel in dieser geheimnisvollen Hoehle, weshalb sich niemand traute, sich ihr zu naehern. Bei spaeteren archaeologischen Untersuchungen fand man jedoch keine Spuren des Teufels, sondern wertvolle Gegenstände aus der Steinzeit. Dennoch beschloss die Familie Guentensperger, ihrem besonderen Kaese diesen legendären Namen zu verleihen. Die Wurzeln der Kaeserei Guentensperger reichen bis ins Jahr 1868 zurueck, als die Sennerei Mettlen erstmals in einem Kassabuch erwaehnt wurde. August Guentensperger, der Grossvater der heutigen Geschaeftsfuehrer, erwarb 1960 die Kaeserei Mettlen in Mueselbach und legte damit den Grundstein fuer das heutige Unternehmen. Die Familie stammt urspruenglich vom Güntisberg im Zürcher Oberland und floh zur Zeit der Religionskriege nach Eschenbach, als ihr Heimatgebiet reformiert wurde. Daher ruehrt auch die besondere Schreibweise des Familiennamens Guentensperger. 1975 uebernahm Heinz Guentensperger die Kaeserei Bodmen von Josef Eberle, was die Basis fuer die weitere Expansion schuf. 1999 folgte der Erwerb der Kaeserei Buetschwil, wo heute der Schweizer Teufel hauptsaechlich produziert wird. Reto Guentensperger, der 1984 geborene Sohn von Heinz, wusste bereits als Kind, dass er Kaesemeister werden wollte. Nach seiner erfolgreichen Meisterpruefung 2010 kehrte er in den Familienbetrieb zurueck und uebernahm 2013 die Geschaeftsfuehrung der damals noch Buetschwil Kaese AG genannten Firma. 2015 wurde das Unternehmen in Guentensperger Kaese AG umbenannt, um der Familientradition mehr Identitaet zu verleihen. Der Schweizer Teufel wird aus thermisierter Kuhmilch hergestellt, die von regionalen Kleinbauern aus dem Toggenburg und der Ostschweiz stammt. Die Milch wird bei einer Temperatur von etwa 65 Grad Celsius behandelt, was zwischen Pasteurisierung und Rohmilchverarbeitung liegt. Nach der Dicklegung mit tierischem Lab wird die Kaesetexturemasse in traditionelle Formen gepresst und anschliessend sechs bis sieben Monate in den speziellen Reifekellern der Kaeserei gelagert. Waehrend der Reifezeit entwickelt der Kaese seine charakteristische roetliche Rinde und den intensiven, wuerzigen Geschmack. Die Reifetemperatur liegt konstant zwischen 12 und 15 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 85 Prozent. Das Toggenburg bietet ideale Bedingungen fuer die Kaesesproduktion. Die Region liegt zwischen 600 und 1200 Metern über Meer und ist gepraegt von saftigen Alpweiden, auf denen kraeuterreiches Gras waechst. Das kontinentale Klima mit warmen Sommern und kalten Wintern sowie die kristallklaren Gebirgsbaecke schaffen optimale Voraussetzungen fuer hochwertige Milch. Die Kühe weiden auf Wiesen, die reich an Alpenkraeutern sind, was der Milch und damit dem Kaese besondere Aromastoffe verleiht. Heute beschaeftigt die Guentensperger Kaese AG über 60 Mitarbeiter und verfuegt über vier Produktionsstandorte in der Region. Der Schweizer Teufel hat sich zu einer der Hauptspezialitaeten des Unternehmens entwickelt und wird sowohl national als auch international vermarktet. 2021 wurde der intensivere Bruder, der Rote Teufel Extra mit neunmonatiger Reifezeit, bei den World Cheese Awards in Spanien mit Super Gold ausgezeichnet. Diese Auszeichnung, die nur dreimal in die Schweiz vergeben wurde, unterstreicht die aussergewoehnliche Qualitaet der Guentensperger Kaesespezialitaeten.

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