In den sanften Hügeln des Toggenburgs, wo die alpinen Winde die saftigen Weiden streicheln, entstehen Käsekunstwerke von unvergleichlicher Güte. Die Schweizer Käsekultur verbindet hier seit Jahrhunderten Tradition mit handwerklicher Meisterschaft.
Die Schwarze Hexe entfaltet sich als mystische Symphonie alpiner Aromen, deren dunkle Rinde wie ein Schutzmantel die cremig-geschmeidige Textur des Käseteigs umhüllt. Am Gaumen offenbart sich zunächst eine zarte Süße der silofreien Heumilch, die allmählich in komplexe Röstaromen und eine pikante Würze übergeht. Feine Kristalle knistern zwischen den Zähnen und setzen intensive Geschmacksnoten frei, die an geröstete Haselnüsse und getrocknete Wildkräuter erinnern. Der lange Abgang hinterlässt eine angenehm salzig-mineralische Prägung, die von der authentischen Terroir-Verbundenheit des St. Galler Käsehandwerks zeugt. Diese Delikatesse verkörpert die Essenz jahrhundertealter Schweizer Käsekunst in ihrer vollendeten Form, wobei jeder Bissen eine Hommage an die unberührte Alpennatur darstellt.
Die Schwarze Hexe harmoniert hervorragend mit körperreichen Rotweinen wie Pinot Noir oder Merlot aus der Bündner Herrschaft. Auch ein gehaltvoller Schweizer Dunkelbier oder ein edler Single Malt Whisky betonen die würzigen Nuancen. Für besondere Momente empfiehlt sich ein gereifter Grappa aus dem Tessin, der die kräftigen Aromen des Käses perfekt ergänzt.
Servieren Sie die Schwarze Hexe mit handwerklich gebackenem Walliser Roggenbrot und regionalen Baumnüssen. Feigensenf und Traubenhonig aus der Ostschweiz bilden ideale süße Begleiter. Luftgetrocknetes Bündnerfleisch oder geräucherte Appenzeller Mostbröckli vervollständigen eine authentische Schweizer Käseplatte mit herbstlichen Akzenten.
Schwarze Hexe-Fondue: 400g geriebene Schwarze Hexe mit 200ml trockenen Schweizer Weißwein bei niedriger Temperatur schmelzen. Mit einem Spritzer Kirschwasser und frisch gemahlenem Pfeffer verfeinern. Das Fondue in vorgewärmte Caquelon servieren und mit hausgemachtem Bauernbrot, eingelegten Silberzwiebeln und gerösteten Walnüssen reichen. Die intensive Würze der Schwarzen Hexe verleiht diesem traditionellen Gericht eine besonders charaktervolle Note.
Reifezeit: 8-12 Monate Tägliche Milchverarbeitung: 40.000 Liter Anzahl Milchlieferanten: 28 Bauernhöfe Lagerkapazität: 80.000 Käselaibe Milchbeschaffungsradius: 10 Kilometer Produktionsstart Rohmilchkäse: 1998
Die Wurzeln der Schwarzen Hexe reichen zurück ins Jahr 1926, als Christian Oberli senior die familieneigene Emmentaler-Käserei in Rossrüti im Schweizer Kanton St. Gallen gründete. Nach seinem Tod 1941 übernahm Sohn Hans Oberli die Käserei, bevor 1985 die dritte Generation mit Christian Oberli junior das Familienunternehmen weiterführte. Im Laufe der Jahre stellte die Familie die Produktlinien um und spezialisierte sich auf die Herstellung von Käsespezialitäten aus silofreier Rohmilch.
Die eigentliche Entstehungsgeschichte der Hexen-Käse begann 2008, als Käsemeister Christian Oberli gemeinsam mit einer Käseliebhaberin den Namen der "Rote Hexe" kreierte. Aus einer gemeinsamen Idee wurde eine kleine Erfolgsgeschichte, die bis heute beständig ist. Eine Schweizerin hatte den Namen "Rote Hexe" geschützt und plante, speziell für Halloween einen Käse in die USA zu exportieren. Auf der Suche nach einem geeigneten Hersteller stieß sie auf die Bodensee Käse AG. Christian Oberli reiste vor rund zwölf Jahren mit einem Mustersäckli nach Bern, um die Frau zu treffen.
Der Erfolg der Roten Hexe führte zur Entwicklung weiterer Hexen-Varianten: Eine gereifte Kollegin, die "Alte Hexe", und die zarte "Junge Hexe" sind ebenfalls auf ihre Besen gestiegen, um die großartige "Rote" zu begleiten. Die Schwarze Hexe entstand als natürliche Weiterentwicklung dieser erfolgreichen Käsefamilie, wobei die Käsemeister die traditionellen Reifungstechniken perfektionierten und eine noch dunklere, geheimnisvollere Variante schufen.
Die Milch für die Schwarze Hexe stammt von Kühen, die ausschließlich mit Heu und Gras gefüttert werden und bei 28 Bauernhöfen im Umkreis von nur zehn Kilometern leben. Täglich werden bis zu 40.000 Liter Frischmilch für die verschiedenen Käsespezialitäten verarbeitet. Die Milch wird thermisiert, wodurch nach deutschen Regularien "Käse mit Rohmilch hergestellt" entsteht, was den charakteristischen Geschmack prägt.
Seit 2013 ist das Lager für die Reifung und Veredelung der Käselaibe auf 80.000 Lagerplätze angewachsen. Die Bodensee Käse AG produziert noch heute im hauseigenen Betrieb in Rossrüti unter der Leitung von Käsemeister Christian Oberli und Geschäftsführer Marcel Ledergerber, unterstützt von einem engagierten Team, das das jahrhundertealte Handwerk der Käseherstellung mit Stolz und Sorgfalt pflegt.
Die Herstellung der Schwarzen Hexe folgt den gleichen traditionellen Methoden wie ihre rote Schwester, jedoch mit einer verlängerten Reifezeit und speziellen Behandlung der Rinde. Die Käselaibe werden sorgfältig bis zum Alter von mindestens 8 Monaten gepflegt und in den Kellern gereift, wodurch sie ihre unverkennbare kräftig-würzige Note entfalten. Während der Reifezeit entwickelt sich die charakteristische dunkle Rinde, die der Schwarzen Hexe ihren Namen verleiht.
Das Unternehmen setzt auf 30 landwirtschaftliche Betriebe aus der nahen Umgebung, die qualitativ hochwertige silagefreie Milch produzieren, wobei besonders auf Tierwohl und artgerechte Haltung geachtet wird. Die Region Toggenburg, St. Gallen und der Bodenseeraum ist topografisch ausgezeichnet für die Milchproduktion geeignet. Die Bodensee Käse AG arbeitet zusammen mit den Milchbauern bereits nach dem "swissmilk green" Standard.
Heute gehört die Schwarze Hexe zu einer Familie von über 15 verschiedenen Käsesorten der Bodensee Käse AG, die nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland, Übersee und sogar im Fernen Osten geschätzt werden. Die Tradition der Familie Oberli wird bereits von der vierten Generation vorbereitet, die sich auf die künftige Übernahme des Betriebs einstellt, um das Erbe der Schweizer Käsekunst im Kanton St. Gallen fortzuführen.
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