In den grünen Hügeln Galiciens, wo der Nebel die Berge umhüllt und die Wälder von uralten Bäumen durchzogen sind, entsteht ein Käse, der die Seele Spaniens verkörpert. Der San Simón da Costa, ein geräucherter Kuhmilchkäse, spiegelt die Tradition und das Erbe dieser mystischen Region wider.
Der San Simón da Costa präsentiert sich in einer charakteristischen Birnenform mit einer Spitze an der Oberseite. Die Rinde ist glatt, hart und wachsartig, von brauner Farbe und misst zwischen 1 und 3 mm in der Dicke. Der Teig ist halbhart, cremig und von gelber Farbe, mit kleinen, unregelmäßigen Löchern. Der Geschmack ist mild mit einer leichten Würze, wenig salzig und durchzogen von einem markanten Birkenrauch-Aroma. Der Fettgehalt liegt zwischen 45% und 60% in der Trockenmasse, was zu einer reichen, aber nicht überwältigenden Cremigkeit führt. Der pH-Wert des Käses liegt zwischen 5,0 und 5,6, was auf eine ausgewogene Säure hinweist. Die Kombination aus traditioneller Herstellung, regionaler Milch und dem einzigartigen Räucherverfahren macht den San Simón da Costa zu einem unverwechselbaren Erlebnis für die Sinne.
Der San Simón da Costa harmoniert hervorragend mit einem Glas jungen Rotweins aus der Region, der die rauchigen Aromen des Käses ergänzt. Ein kühles Glas Cidre aus Asturien bietet eine erfrischende Balance zu seiner Cremigkeit. Für Liebhaber von Spirituosen empfiehlt sich ein Glas spanischer Brandy, dessen Tiefe die Komplexität des Käses unterstreicht. Ein kräftiger Kaffee rundet das Geschmackserlebnis ab und betont die nussigen Noten des Käses.
Genießen Sie den San Simón da Costa auf einer rustikalen Käseplatte, begleitet von gerösteten Walnüssen und einem Klecks Honig, um die süßen und rauchigen Aromen zu betonen. In Kombination mit frischem, knusprigem Brot entfaltet der Käse seine volle Geschmacksvielfalt. Für ein herzhaftes Gericht kann er in Scheiben geschnitten und in einer warmen Quiche verwendet werden, wobei seine Schmelzeigenschaften zur Textur beitragen. Ein einfacher Salat mit grünen Blättern und einer leichten Vinaigrette ergänzt den Käse perfekt und bietet einen frischen Kontrast.
Bereiten Sie eine herzhafte Quiche vor, indem Sie einen Mürbeteigboden mit einer Mischung aus Eiern, Sahne und Gewürzen füllen. Schneiden Sie den San Simón da Costa in dünne Scheiben und verteilen Sie ihn gleichmäßig auf der Füllung. Backen Sie die Quiche bei 180°C für etwa 35 Minuten, bis sie goldbraun ist. Servieren Sie sie warm oder bei Zimmertemperatur, garniert mit frischen Kräutern. Für eine vegetarische Option können Sie zusätzliches Gemüse wie Spinat oder Pilze hinzufügen, um den Geschmack zu variieren.
Durchschnittliche Produktionsmenge: 400 Tonnen pro Jahr Reifezeit: mindestens 30 Tage für kleinere Formate, 45 Tage für größere Fettgehalt: 45% bis 60% in der Trockenmasse Herkunft: Terra Chá Region in der Provinz Lugo, Galicien Zertifizierung: DOP (Denominación de Origen Protegida) seit 2008
Der Ursprung des San Simón da Costa reicht bis in die keltische Zeit zurück, als die Castro-Kultur die Region Galicien prägte. Diese frühen Siedler, bekannt für ihre Hügelburgen, hinterließen Spuren in der Landwirtschaft und Käseherstellung. Während des Mittelalters wurde der Käse als Zahlungsmittel für Abgaben und Steuern verwendet, was seine Bedeutung in der Gesellschaft unterstreicht. Der erste schriftliche Nachweis des Käses stammt aus dem Jahr 1857, als er auf einer landwirtschaftlichen Ausstellung in Madrid präsentiert wurde. In den folgenden Jahrzehnten gewann der San Simón da Costa an Popularität und wurde 2008 mit dem DOP-Status (Denominación de Origen Protegida) ausgezeichnet, der seine traditionelle Herstellung und regionale Authentizität schützt. Heute wird der Käse in der Terra Chá Region der Provinz Lugo produziert, insbesondere in den Gemeinden Vilalba, Muras, Xermade, Abadín, Guitiriz, Begonte, Castro de Rei, Cospeito und A Pastoriza. Die Herstellung erfolgt aus der Milch von Kühen der Rassen Rubia Gallega, Pardo-Alpina und Frisona, die traditionell mit lokalem Grünfutter gefüttert werden. Der Käse wird aus Roh- oder pasteurisierter Kuhmilch hergestellt, wobei die Milch auf 28°C bis 32°C erwärmt und mit Lab zum Gerinnen gebracht wird. Nach dem Schneiden der Käsemasse in Körnchen von 5 bis 12 mm wird der Käse in Formen gepresst und für mindestens drei Stunden gepresst. Anschließend wird er in Salzlake eingelegt und für mindestens 30 Tage für kleinere Formate und 45 Tage für größere gereift. Während der Reifung wird der Käse regelmäßig gewendet und gereinigt. Zum Abschluss wird er mit Birkenholz geräuchert, was ihm seine charakteristische Farbe und sein Aroma verleiht. Heute wird der San Simón da Costa in verschiedenen Ländern verkauft, darunter Europa, Japan und die USA, wobei die Produktion stetig wächst. Zwischen 2000 und 2010 stieg die Produktion um etwa 70%, von 138 Tonnen im Jahr 2000 auf 451 Tonnen im Jahr 2010. Im Jahr 2010 wurden 10% der jährlichen Produktion exportiert. Diese Entwicklung zeigt die zunehmende Anerkennung und Beliebtheit des Käses auf internationaler Ebene.
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