Wie ein Hauch frischer Alpenwiese entfuehrt der Reichenbach natur Wiesenchaes die Sinne in die sanften Huegel der Ostschweiz. Mit seiner milchig-kraeuterigen Anmut und der zarten Textur verkörpert er die natürliche Reinheit der St. Galler Kaesetradition. Ein Kaese, der Jung und Alt gleichermassen bezaubert.
Der Reichenbach natur Wiesenchaes praesentiert sich als sanfter Schnittkäse mit feinen Kraeuternoten und milchfrischem Aroma. Seine halbfeste Textur schmilzt zart auf der Zunge und enthuellt dabei eine harmonische Balance zwischen nussiger Suesse und dezenter Wiesenwuerze. Die charakteristische Lochung verleiht ihm eine angenehm elastische Konsistenz, waehrend die natürliche Rinde einen Hauch erdiger Komplexitaet beisteuert. Im Abgang zeigt sich eine langanhaltende Reinheit mit floralen Anklängen, die an blühende Almwiesen erinnert. Seine milde Art macht ihn zum idealen Begleiter für entspannte Genussmomente. Der Käse besticht durch seine authentische Einfachheit ohne überflüssige Komplexitaet.
Ein heller Chasselas aus der Waadt oder ein fruchtiger Riesling aus dem nahen Rheintal harmonieren perfekt mit dem milden Charakter. Bei den Bieren empfiehlt sich ein leichtes Hefeweizen oder ein dezenter Weissbiergenuss, dessen Weichheit die kraeuterigen Noten des Wiesenchaes unterstreicht. Auch ein erfrischender Apfelschorle aus Ostschweizer Aepfeln bringt die natürliche Suesse des Kaeses zur Geltung.
Traditionell wird der Wiesenchaes zu frischem Basler Brot oder herzhaften Rueggeblaettli gereicht, die seine cremige Konsistenz perfekt ergaenzen. Fruechte wie Trauben, Birnen oder reife Tomaten betonen seine natürliche Suesse, waehrend leichte Kraeuter wie Schnittlauch oder Petersilie die Wiesenaromen verstaerken. Ein Hauch Honig oder Walnuesse schaffen wunderschoene Kontraste zu seiner milden Art.
Fuer einen authentischen St. Galler Wiesentoast den Reichenbach natur Wiesenchaes in duenne Scheiben schneiden und auf warmes Roggenbrot legen. Mit frischen Kraeutern aus dem Garten bestreuen und bei mittlerer Hitze ueberbacken, bis der Kaese goldgelb schmilzt. Dazu passen gehackte Nüsse und ein Tropfen Schweizer Blütenhonig. Der warme Kaese entfaltet dabei sein volles kraeuterwürziges Aroma und wird zu einem Gedicht der Ostschweizer Käsekunst.
Reifezeit mindestens 6 bis 8 Wochen Herstellung ausschliesslich in St. Gallen und Appenzell Fettgehalt 49 Prozent in der Trockenmasse Verwendung pasteurisierter Kuhmilch Typische Lochung nach Emmentaler Art Milliardenschwerer Schweizer Kaesemarkt mit über 450 Sorten
Der Wiesenchaes aus St. Gallen wurzelt tief in der jahrhundertealten Kaesertradition der Ostschweiz, deren Urspruenge bis ins Mittelalter zurückreichen. Die Region zwischen dem Bodensee und den Appenzeller Bergen war bereits im 13. Jahrhundert für ihre aussergewoehnliche Milchqualitaet bekannt, als die ersten Sennen begannen, die reichhaltige Milch der Alpweiden zu kostbaren Hartkäsesorten zu verarbeiten. Die Grundlagen für die heutige Wiesenkäse-Herstellung entstanden im 16. und 17. Jahrhundert, als Käsemeister aus dem Emmental ihre Techniken in die St. Galler Taler brachten und diese an die besonderen klimatischen Bedingungen der Ostschweiz anpassten. Die charakteristische Lochbildung und die milde Aromatik entwickelten sich durch die spezielle Mikroflora der regionalen Kaesekeller, die zwischen 8 und 12 Grad Celsius konstant gehalten werden. Das Geheimnis des Wiesenchaes liegt in der sorgfältigen Auswahl der Milchlieferanten aus einem Umkreis von maximal 20 Kilometern, wodurch die Transportwege kurz bleiben und die Milchqualitaet optimal erhalten wird. Die traditionelle Herstellung beginnt mit der schonenden Pasteurisierung der Kuhmilch bei 72 Grad Celsius für genau 15 Sekunden, gefolgt von der Zusetzung spezieller Milchsäurebakterien und Käsekulturen, die der milden St. Galler Tradition entsprechen. Nach der Dicklegung mit natürlichem Kalbslab wird der Käsebruch auf Reiskorngrösse geschnitten und bei 45 Grad Celsius für etwa 40 Minuten gerührt, wobei die Molke langsam abgetrennt wird. Die Pressung erfolgt in traditionellen Käseformen unter einem Druck von etwa 2 Bar über einen Zeitraum von 12 Stunden, wobei der Kaese mehrmals gewendet wird. Die anschliessende Salzbehandlung im Salzbad dauert je nach Käsegrösse zwischen 8 und 24 Stunden und verleiht der Rinde ihre charakteristische Festigkeit. Der St. Galler Kaese reift mindestens 6 bis 8 Wochen in speziellen Reifekellern, wo er regelmaessig gewendet und mit Salzlake eingerieben wird, um die Rindenbildung zu foerdern und unerwünschte Mikroorganismen fernzuhalten. Die geografischen Besonderheiten der Region St. Gallen mit ihren kalkreichen Boeden und dem gemässigten Kontinentalklima schaffen ideale Bedingungen für die Grünlandbewirtschaftung und damit für eine Milch mit ausgeprägtem Wiesencharakter. Die Kühe weiden von Mai bis Oktober auf üppigen Naturwiesen, die reich an Klee, Löwenzahn und anderen würzigen Alpenkraeutern sind, was sich unmittelbar im Geschmack der Milch und des daraus hergestellten Käses widerspiegelt. Der heutige Wiesenchaes wird von etwa 15 spezialisierten Käsereien in St. Gallen und den angrenzenden Gebieten hergestellt, die alle strengen Qualitaetsstandards unterliegen und deren Produktion regelmaessig von unabhaengigen Pruefstellen kontrolliert wird. Moderne Entwicklungen haben die traditionelle Herstellung durch verbesserte Hygienestandardsund präzisere Temperaturkontrolle ergänzt, ohne dabei die charakteristischen Eigenschaften des Originalrezepts zu verlieren.
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