In den weiten Ebenen Kastiliens, wo die Sonne den Boden küsst und die Traditionen lebendig bleiben, gedeiht der Queso Castellano – ein Käse, der die Seele Spaniens verkörpert.
Der Queso Castellano präsentiert sich mit einer festen, leicht elastischen Textur und einer Farbe, die von blassweiß bis beige reicht. Sein Aroma ist intensiv und erinnert an frische Schafsmilch mit einem Hauch von Nüssen und Karamell. Der Geschmack ist vollmundig, leicht salzig und entwickelt mit zunehmender Reife eine angenehme Würze. Die Rinde ist gut definiert und kann naturbelassen oder mit einer Schicht überzogen sein, die den Käse vor äußeren Einflüssen schützt und zur Geschmacksentwicklung beiträgt.
Der Queso Castellano harmoniert hervorragend mit einem kräftigen Rotwein wie Tempranillo oder einem trockenen Sherry. Für eine erfrischende Kombination eignet sich auch ein kühles Bier. Wer es süßer mag, kann den Käse mit einem Glas spanischem Cidre genießen.
Ideal zu Tapas wie Oliven, geräuchertem Schinken oder gegrilltem Gemüse. Auch in Kombination mit frischem Brot oder als Füllung in Empanadas entfaltet der Queso Castellano seinen vollen Geschmack. Für eine süße Note passt er gut zu Feigen oder Honig.
Zutaten: 200 g Queso Castellano, 4 Eier, 100 g Mehl, 100 g Semmelbrösel, Salz, Pfeffer, Olivenöl zum Frittieren. Zubereitung: Den Käse in Würfel schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Würfel zuerst im Mehl, dann in verquirltem Ei und zuletzt in Semmelbröseln wenden. In heißem Olivenöl goldgelb frittieren. Mit Zitronenspalten servieren.
Durchschnittliches Gewicht: 2,5 kg pro Laib Fettgehalt: 45% Fett i. Tr. Produktionsmenge: Über 1.000 Tonnen jährlich Anzahl der Hersteller: Über 50 Käsereien in Castilla y León Zertifizierung: PGI seit 2020
Die Geschichte des Queso Castellano reicht bis in die Bronzezeit zurück, als in der Region Castilla y León erste Hinweise auf Käseherstellung gefunden wurden. Archäologische Funde belegen die Nutzung von 'Käsewannen' oder 'Encellas' in prähistorischen Siedlungen. Im Jahr 980 verfasste Semero, der Verwalter des Klosters Santos Justo y Pastor in Rozuela (León), die 'Nodicia de Kesos', ein Dokument, das die Käseverbräuche des Klosters detailliert beschreibt. Über die Jahrhunderte hinweg wurde der Käse in der Region weiter verfeinert und fand zunehmend Anerkennung. Im 16. Jahrhundert wurde er sogar als Zahlungsmittel genutzt, wie aus Aufzeichnungen des Klosters San Zoilo in Carrión de los Condes (Palencia) hervorgeht. Dort wurden Käse als Pachtzahlungen akzeptiert. Im Jahr 2013 initiierte die Regionalföderation der Käse- und Milchproduktehersteller die Schaffung einer Qualitätsmarke 'Queso Castellano', um die Anerkennung auf europäischer Ebene zu fördern. Diese Bemühungen führten 2020 zur Zertifizierung des Queso Castellano mit dem geschützten geografischen Hinweis (PGI), der die Qualität und Herkunft des Käses schützt und seine Bedeutung sowohl in Spanien als auch international unterstreicht.
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