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Ġobon tas-salib

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In den steinigen Huegeln Maltas, wo die Sonne ueber jahrhundertealte Felder scheint und der Wind salzige Meeresbrise mit sich traegt, entstand ein Kaese von ganz besonderer Form und Bedeutung. Der Ġobon tas-salib, dessen Name die mystische Verbindung zwischen laendlicher Tradition und christlicher Symbolik widerspiegelt, ist ein wahrer Schatz der maltesischen Kaesemacherkunst.

Der Sommelier empfiehlt

Der Ġobon tas-salib praesentiert sich als kompakter, runder Kaese mit einer charakteristischen kreuzfoermigen Praegung auf der Oberflaeche, die ihm seinen Namen verleiht. Seine Textur ist angenehm fest, aber nicht hart, mit einer leicht koernigen Struktur, die beim Kauen eine dezente Cremigkeit freisetzt. Der Geschmack offenbart eine harmonische Balance zwischen salzigen Meeresnoten und der typischen Suessmilch-Aerde von Schafsmilch. Aromatisch dominieren warme, nussige Toene mit einem Hauch von getrockneten Kraeutern und einer subtilen Mineralitaet, die an die maltesischen Kalksteinfelsen erinnert. Das Finish ist mittellang und hinterlaesst einen angenehm salzigen Nachklang mit zarten floralen Noten, die die mediterrane Herkunft deutlich widerspiegeln.

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Alles über diesen Käse

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Getränkeempfehlung

Zu diesem traditionsreichen Kaese passt ein fruchtiger maltesischer Weisswein wie ein Chardonnay von lokalen Weinbergen perfekt, da seine Frische die salzigen Noten des Kaeses unterstreicht. Alternativ harmoniert ein leichtes Weizenbier wunderbar mit der cremigen Textur, waehrend ein Rosmarin-Tee die mediterrane Note des Kaeses elegant ergaenzt. Ein Schluck lokaler Kaktuslikör rundet das authentische Malta-Erlebnis stimmungsvoll ab.

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Beilagen & Speisen

Der Ġobon tas-salib entfaltet sein volles Aroma auf frischem maltesischem Hobz-Brot mit einem Tropfen heimischem Olivenoel und sonnengetrockneten Tomaten. Traditionell wird er mit Kapern aus den Klippen Maltas und wildem Fenchel serviert, waehrend geröstete Mandeln und Feigenkonfituere eine moderne, aber authentische Ergaenzung bieten. In der maltesischen Kueche wird er gerne mit Honig aus lokaler Imkerei kombiniert.

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Rezeptidee

Fuer eine klassische maltesische Vorspeise schneiden Sie den Ġobon tas-salib in duenne Scheiben und arrangieren diese auf warmen Galletti-Keksen. Betraeufeln Sie alles mit fruchtigen maltesischen Olivenoel und garnieren mit frischen Kraeutern wie wildem Thymian oder Majoran. Ein Hauch von schwarzem Pfeffer und einige eingelegte Zwiebeln vervollstaendigen diese traditionelle Mezze-Platte, die perfekt zu einem lauen Sommerabend auf einer maltesischen Terrasse passt.

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Wissenswertes

Erwaehnt seit 1750 in historischen Dokumenten von Agius de Soldanis Traditionale Herstellung in speziellen Schilfkoerbchen (qaleb) Reifezeit von 2 bis 8 Wochen je nach gewuenschter Konsistenz Historische Bedeutung als eine der aeltesten maltesischen Kaesesorten Vorwiegend in der Fruehlings- und Herbstsaison hergestellt Typische Groesse von 6-8 cm Durchmesser und 3-4 cm Hoehe

Geschichte & Wissenswertes

Die Geschichte des Ġobon tas-salib reicht tief in die maltesische Vergangenheit zurueck und ist untrennbar mit der religiösen und kulturellen Identitaet der Inselgruppe verbunden. Erste schriftliche Erwaehnung fand dieser besondere Kaese bereits um 1750 in den Aufzeichnungen des beruhmten gozitanischen Ethnographen Agius de Soldanis, der in seinem Werk 'Dammaii' verschiedene maltesische Kaesesorten dokumentierte und dabei auch den Ġobon tas-salib als eigenstaendige Variante auffuehrte. Der Name selbst, der 'Kreuzkaese' bedeutet, verweist auf die charakteristische kreuzfoermige Praegung, die traditionell in die Oberflaeche des Kaeses gedrueckt wurde und sowohl als christliches Symbol als auch als Erkennungsmerkmal der Herkunft diente. Die Entstehung dieses Kaeses ist eng mit der Entwicklung der Schafzucht auf den maltesischen Inseln verknuepft, wo bereits seit der Bronzezeit, wie archaelogische Funde eines ueber 3000 Jahre alten Kaesekorbfundes in Baħrija belegen, Milchverarbeitung betrieben wurde. Die spezielle Herstellungstechnik entwickelte sich vermutlich waehrend des Mittelalters, als Malta unter verschiedenen Herrschaften stand und kulturelle Einfluesse von Arabern, Normannen und spaeter den Johanniterrittern die lokalen Traditionen praegten. Charakteristisch fuer die traditionelle Produktion war die Verwendung von speziellen Koerbchen, den sogenannten 'qaleb', die urspruenglich aus geflochtenem Schilf hergestellt wurden und dem Kaese seine runde Form verliehen. Diese Koerbchen wiesen am Boden ein eingepraegtes Kreuz auf, welches dem Kaese waehrend der Formung seine typische Markierung gab. Die Milch stammte ausschliesslich von einheimischen Schafen, die auf den kargen, aber kraeuterreichen Weiden der Inseln grasten und deren Milch durch die salzhaltige Meeresluft und die mediterrane Vegetation eine besondere Geschmacksnote erhielt. Der Gerinnungsprozess erfolgte traditionell bei einer Temperatur von 32 bis 35 Grad Celsius, wobei als Lab entweder tierisches Lab oder in frueheren Zeiten sogar Meerwasser verwendet wurde, wie historische Berichte nahelegen. Nach der Gerinnung wurde die Molke abgetrennt und der Kaese in den charakteristischen Koerbchen fuer etwa 12 bis 24 Stunden gepresst, bevor er zum Trocknen und Reifen in spezielle, gut belueftete Raeume gebracht wurde. Diese Reiferaeume, oft in Kellergewoelben oder schattigen Bereichen der Bauernhöfe gelegen, boten optimale Bedingungen mit konstanten Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 75 bis 80 Prozent. Die Reifezeit variierte je nach gewuenschter Konsistenz und Geschmacksintensitaet zwischen zwei und acht Wochen, wobei der Kaese regelmaessig gewendet und kontrolliert wurde. Waehrend des 19. und fruehen 20. Jahrhunderts erlebte die maltesische Kaeseindustrie erhebliche Veraenderungen, als die britische Kolonialverwaltung aufgrund von Brucellose-Ausbruechen strenge Hygieneverordnungen einfuehrte und die Verarbeitung von Rohmilch zeitweise verbot. Dies fuehrte dazu, dass viele traditionelle Kaesesorten, einschliesslich des Ġobon tas-salib, fast vollstaendig aus der gewerblichen Produktion verschwanden und nur noch in wenigen Haushalten als Privatproduktion ueberlebten. Die geographischen Bedingungen Maltas, insbesondere die kalkhaltigen Böden und das mediterrane Klima mit milden, feuchten Wintern und heissen, trockenen Sommern, schufen ideale Voraussetzungen fuer die Schafzucht und Kaeseerzeugung. Die Hauptproduktionsgebiete lagen traditionell im laendlichen Zentrum der Hauptinsel sowie auf der Nachbarinsel Gozo, wo die Tradition der handwerklichen Kaeseerzeugung bis heute staerker verwurzelt ist. Moderne Produktionsversuche nutzen heute pasteurisierte Schafmilch und befolgen strenge EU-Hygienevorschriften, wobei versucht wird, die traditionellen Geschmackseigenschaften und die charakteristische Form zu bewahren. Der Ġobon tas-salib steht heute als Symbol fuer die reiche kulinarische Geschichte Maltas und die Bestaendigkeit traditioneller Handwerkskuenste, auch wenn seine kommerzielle Bedeutung gegenueber anderen maltesischen Kaesesorten wie der weitverbreiteten Ġbejna deutlich zurueckgegangen ist.

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Ġobon tas-salib - Traditioneller Kreuzkaese aus Malta