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Montafoner Sauerkäse / Sura Kees

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Montafoner Sauerkäse, im Dialekt Sura Kees, ist eine der eigenständigsten Stimmen der Vorarlberger Käsewelt. Er schmeckt nach Magerkäse, Alpgeschichte und einer Säure, die frisch statt schwer wirkt.

Der Sommelier empfiehlt

Der Käse ist fettarm, säuerlich, topfig bis speckig und sehr regional geprägt. Junge Stücke wirken frisch, bröckelig und milchsauer, ältere entwickeln mehr Dichte und eine würzigere Oberfläche. In der Nase zeigen sich Sauermilch, Topfen, Hefe, Heu und manchmal ein zarter Apfelton. Am Gaumen ist er salzig, säuerlich und klar, mit wenig Fettfülle und einer überraschenden Tiefe. Die Textur kann zwischen körnig und schnittfähig schwanken, was den Reiz dieses Käses ausmacht. Das Finish bleibt hell, säuerlich und reinigend.

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Alles über diesen Käse

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Getränkeempfehlung

Ein trockener, leichter Weißwein mit deutlicher Säure passt am besten, etwa Grüner Veltliner oder Müller-Thurgau. Regional ist auch Most reizvoll, weil Apfelsäure und Milchsäure miteinander spielen. Alkoholfrei passen Apfelschorle oder ein kühler Kräutertee.

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Beilagen & Speisen

Klassisch wird Sura Kees mit Zwiebeln, Essig, Öl, Pfeffer und Brot serviert. Auch Pellkartoffeln, Schnittlauch und Gurkensalat passen hervorragend. Wer Kontrast möchte, gibt etwas Birne oder Apfel dazu.

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Rezeptidee

Für Montafoner Sura-Kees mit Kartoffeln werden Pellkartoffeln gekocht und halbiert. Der Käse wird in Scheiben darübergelegt und mit Zwiebelringen, Essig, Öl und Pfeffer mariniert. Nach kurzer Ziehzeit mit Schnittlauch bestreuen. Lauwarm serviert wirkt die Säure besonders harmonisch.

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Wissenswertes

Traditionsraum: Montafon Historischer Bezug: Käseherstellung seit 1240 erwähnt Genussregion-Anerkennung: 15.09.2005 Daten 2016: 13 Alpen und ca. 800 Kühe Milchmenge 2016: ca. 2,5 Mio. kg Sura-Kees-Menge 2016: ca. 248.000 kg

Geschichte & Wissenswertes

Montafoner Sauerkäse / Sura Kees ist ein österreichischer Käse, dessen Einordnung sorgfältig erfolgen muss, weil historische Herkunft, heutige Produktion und Handelsbezeichnung nicht immer deckungsgleich sind. Für das Montafon wird Sauerkäse als sehr alte regionale Spezialität beschrieben; die Käseherstellung wird in Darstellungen bis ins 12. beziehungsweise 13. Jahrhundert zurückgeführt, und 1240 wird Käseherstellung in der Region erwähnt. Spätere historische Bezugspunkte reichen über die habsburgische Verwaltung im 14. Jahrhundert, die Konkurrenz durch fettere Hartkäseverfahren ab dem 17. Jahrhundert und eine starke Wiederbelebung in den 1990er und 2000er Jahren. Für 2016 werden 13 Alpen, etwa 800 Kühe, rund 2,5 Millionen Kilogramm Milch und etwa 248.000 Kilogramm Sura Kees genannt. Die öffentlich greifbare Reife- oder Herstellungsangabe lautet: Talproduktion teils 2 bis 6 Monate; öffentlich beschriebene moderne Varianten auch kürzer. Diese Zahl beziehungsweise dieser Hinweis ist für die sensorische Beschreibung wichtiger als eine romantische Erzählung, denn Reife entscheidet über Elastizität, Rindenentwicklung, Salzbild und Aromatiefe. Sensorisch prägen Magermilch, Säure, topfige Frische und die mögliche Speckschicht das Profil. In der Herstellung stehen je nach Sorte Kuhmilch, Kulturen, Gerinnung, Bruchbearbeitung, Formung, Salzbehandlung und Reifepflege im Mittelpunkt. Bei manchen Käsen sind konkrete Daten wie sechs Wochen Reifung, acht Wochen Lagerung oder mehrere Monate Kellerzeit dokumentiert; bei anderen werden genaue Temperaturen, Bruchgrößen und Chargenmengen nicht veröffentlicht. Solche Lücken werden nicht mit Durchschnittswerten ähnlicher Käsetypen gefüllt. Geografisch zeigt der Käse, wie stark Österreichs Käsekultur von regionalen Milchlandschaften geprägt ist: Seen- und Hügelland, Alpregionen, Grünlandbetriebe und Molkereistandorte haben jeweils eigene Stilrichtungen hervorgebracht. Manche Sorten kamen aus bäuerlichen Kleinkäsereien, andere wurden durch Genossenschaften und größere Molkereien stabilisiert und überregional bekannt gemacht. Entscheidend ist, dass der Name in der Käsetheke heute eine konkrete Erwartung weckt: ein bestimmtes Mundgefühl, eine definierte Würze, eine passende Küchenverwendung und ein regionales Bild. Heute ist der Käse ein identitätsstiftendes Produkt des Montafons und ein wichtiges Gegenstück zu fettreichen Bergkäsen. Heute ist dieser Käse deshalb nicht nur ein Lebensmittel, sondern auch ein Baustein kulinarischer Orientierung. Er macht verständlich, wie österreichische Käse zwischen traditionellem Handwerk, moderner Lebensmittelsicherheit und marktfähiger Produktgestaltung stehen. Für die Wissensseite ist die wichtigste Aufgabe, den Käse weder aufzublasen noch zu verkürzen: Was belegt ist, wird genannt; was nicht belegt ist, bleibt offen. Bei der redaktionellen Aufbereitung sollte man diese Trennung klar lassen: Gesicherte Jahreszahlen, geografische Bezüge und veröffentlichte Reifeangaben gehören in den Text; nicht veröffentlichte Kesseltemperaturen, Tagesmengen oder exakte Rezepturen dürfen nicht aus ähnlichen Käsen abgeleitet werden. Gerade bei österreichischen Traditions- und Markenbezeichnungen überschneiden sich historische Herkunft, heutige Produktionsorte und moderne Vermarktung. Für Käsefreunde ist das kein Nachteil, sondern ein Teil der Wahrheit: Viele Sorten haben sich aus bäuerlichen oder klösterlichen Verfahren entwickelt und wurden später von Genossenschaften, Hofkäsereien oder großen Molkereien weitergetragen. So entsteht ein Käseprofil, das sowohl kulinarisch als auch kulturgeschichtlich erklärbar bleibt. Entscheidend ist, dass Sensorik, Milchart, Reifezeit und regionale Verwurzelung zusammen gelesen werden, statt den Käse nur über seinen Namen zu beurteilen. Bei der redaktionellen Aufbereitung sollte man diese Trennung klar lassen: Gesicherte Jahreszahlen, geografische Bezüge und veröffentlichte Reifeangaben gehören in den Text; nicht veröffentlichte Kesseltemperaturen, Tagesmengen oder exakte Rezepturen dürfen nicht aus ähnlichen Käsen abgeleitet werden. Gerade bei österreichischen Traditions- und Markenbezeichnungen überschneiden sich historische Herkunft, heutige Produktionsorte und moderne Vermarktung. Für Käsefreunde ist das kein Nachteil, sondern ein Teil der Wahrheit: Viele Sorten haben sich aus bäuerlichen oder klösterlichen Verfahren entwickelt und wurden später von Genossenschaften, Hofkäsereien oder großen Molkereien weitergetragen. So entsteht ein Käseprofil, das sowohl kulinarisch als auch kulturgeschichtlich erklärbar bleibt. Entscheidend ist, dass Sensorik, Milchart, Reifezeit und regionale Verwurzelung zusammen gelesen werden, statt den Käse nur über seinen Namen zu beurteilen. Bei der redaktionellen Aufbereitung sollte man diese Trennung klar lassen: Gesicherte Jahreszahlen, geografische Bezüge und veröffentlichte Reifeangaben gehören in den Text; nicht veröffentlichte Kesseltemperaturen, Tagesmengen oder exakte Rezepturen dürfen nicht aus ähnlichen Käsen abgeleitet werden. Gerade bei österreichischen Traditions- und Markenbezeichnungen überschneiden sich historische Herkunft, heutige Produktionsorte und moderne Vermarktung. Für Käsefreunde ist das kein Nachteil, sondern ein Teil der Wahrheit: Viele Sorten haben sich aus bäuerlichen oder klösterlichen Verfahren entwickelt und wurden später von Genossenschaften, Hofkäsereien oder großen Molkereien weitergetragen. So entsteht ein Käseprofil, das sowohl kulinarisch als auch kulturgeschichtlich erklärbar bleibt. Entscheidend ist, dass Sensorik, Milchart, Reifezeit und regionale Verwurzelung zusammen gelesen werden, statt den Käse nur über seinen Namen zu beurteilen.

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