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Le Suisse

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Le Suisse verkörpert das Erbe jahrhundertelanger Kaese-Tradition in den schweizerischen Alpentaelern. Mit seinem unverwechselbaren Charakter vereint dieser Hartkäese die handwerkliche Expertise der Schweizer Sennen mit der einzigartigen Alpenflora.

Der Sommelier empfiehlt

Le Suisse praesentiert sich mit einer goldgelben, leicht gekoernten Textur, die beim ersten Biss eine angenehme Festigkeit offenbart. Seine Rinde zeigt die charakteristischen Spuren der Reifezeit in traditionellen Steingewölben. Das Aroma entfaltet sich mit nussigen Grundtönen, die von einer dezenten Süsse begleitet werden. Am Gaumen entwickelt der Kaese komplexe Schichten aus gerösteten Haselnüssen und subtilen Kraeuternoten. Der Abgang ist lang und rein, mit einer angenehmen Salznote, die an die mineralreichen Bergweiden erinnert. Die Textur bleibt dabei stets geschmeidig, ohne zu brueckelig zu werden. Ein Hauch von Alpenbutter unterstreicht die handwerkliche Qualitaet dieses traditionellen Schweizer Hartkäeses.

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Alles über diesen Käse

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Getränkeempfehlung

Le Suisse harmoniert hervorragend mit weissen Burgunderweinen wie Chasselas oder Petite Arvine aus dem Wallis. Leichte Rotweine wie Pinot Noir aus der Region Bielersee ergaenzen die nussigen Noten des Kaeses. Fuer Bierliebhaber empfiehlt sich ein helles Lagerbier oder Weissbier, dessen frische die salzigen Komponenten des Kaeses wunderbar ausbalanciert. Auch Schwarztee mit seinen herben Gerbstoffen bildet eine ueberraschend stimmige Paarung.

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Beilagen & Speisen

Traditionell wird Le Suisse mit frischem Bauernbrot und hausgemachter Butter serviert. Waeldner Nuesse und sonnengetrocknete Aprikosen aus der Region unterstreichen seine nussigen Aromen. Honig aus Schweizer Bergblueten verleiht dem Kaese eine florale Suesse. In der warmen Jahreszeit passt er ausgezeichnet zu knackigen Radieschen und frischen Kraeutern aus dem Alpengarten.

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Rezeptidee

Schneiden Sie Le Suisse in dünne Scheiben und arrangieren Sie diese auf getoastetem Roggenbrot. Betraeufeln Sie den Kaese mit Alpenhonig und garnieren Sie mit gehackten Walnüssen. Alternativ lässt sich der Kaese hervorragend in einer Tarte mit Zwiebeln und Thymian verarbeiten. Bei 180°C für 25 Minuten gebacken entsteht ein rustikales Gericht mit intensivem Geschmack. Das geschmolzene Resultat vereint die cremige Textur mit den charakteristischen Kraeuter-Noten der Schweizer Bergwelt.

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Wissenswertes

Reifezeit: 4 bis 6 Monate in traditionellen Kaesekellern Jaehrliche Produktion: etwa 150 Tonnen schweizweit Laktosegehalt: weniger als 0 1% nach der Reifung Historische Belege: erste Erwaehnung um 1200 im Emmental Transportfaehigkeit: bis zu 6 Monate ohne Kuehlung haltbar

Geschichte & Wissenswertes

Le Suisse wurzelt tief in der jahrhundertealten Kaese-Tradition der Schweizer Alpentaeler und gehoert zu den aeltesten dokumentierten Hartkäesen des Landes. Bereits um das erste Jahrhundert beschrieb der römische Historiker Plinius der Aeltere den Caseus Helveticus, den Käse der Helvetier, wodurch die Grundlagen fuer die spaetere Entwicklung regionaler Kaesespezialiataeten gelegt wurden. Die erste mittelalterliche urkundliche Erwaehnung der Kaeseproduktion stammt aus dem Jahr 1115 aus dem Pays d'Enhaut in der ehemaligen Grafschaft Gruyère, waehrend 1273 die Burgdorfer Handfeste auch im Emmental auf die systematische Herstellung von Käse hinwies. In diesen frühen Jahrhunderten entwickelte sich Le Suisse aus der Notwendigkeit heraus, die reichhaltige Milch der Alpenweiden haltbar zu machen und durch die harten Wintermonate zu konservieren. Die Herstellung erfolgte zunächst ausschliesslich auf den Alpen, wo die Sennen während der Sommermonate zwischen Juni und September in primitiven Huetten lebten und täglich mehrere hundert Liter Milch zu Kaese verarbeiteten. Der Produktionsprozess begann bereits um vier Uhr morgens mit dem Melken der Kuehe, gefolgt von der sofortigen Verarbeitung der noch warmen Milch bei einer Temperatur von exakt 32 Grad Celsius. Das verwendete Lab stammte aus den Maegen junger Kaelber und wurde mit aeusserster Praezision dosiert - ein Gramm auf fuenfzig Liter Milch. Nach der Dicklegung wurde die Kaesemasse mit traditionellen Kaesesaiten in nussgrosse Stuecke geschnitten und anschliessend auf 45 Grad erhitzt, um die Molke abzutrennen. Die gepressten Kaeselaibe reiften in luftigen Steingewölben bei konstanten 12 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 85 Prozent. Waehrend des 15. und 16. Jahrhunderts gewann Le Suisse durch die Aufhebung der paepstlichen Fastenregeln an Bedeutung, da nach und nach in grossen Teilen der Schweiz Butter und Käse betreffende Fastenregeln aufgehoben wurden. Dies führte zu einer stark steigenden Nachfrage in den Staedten und Nachbarlaendern. Der Schweizer Hartkäse erzielte im Export stattliche Preise und diente sogar als vitaminreicher Proviant für holländische und französische Seefahrer auf ihren Weltreisen. Die geografischen Gegebenheiten der Produktionsregion im Kanton Bern sind gepraegt von kalkhaltigen Böden und einem kontinentalen Klima mit warmen Sommern und schneereichen Wintern. Die Kalksteinformationen der Alpenketten verleihen dem Gras und den Kraeutern einen hohen Mineralstoffgehalt, der sich direkt auf die Milchqualitaet auswirkt. Die Hoehenlage zwischen 800 und 1400 Metern sorgt für intensive UV-Strahlung, die den Vitamin-D-Gehalt der Milch erhoeht. Besonders die Bergweiden oberhalb von Grindelwald und im Haslital bieten ideale Bedingungen mit über 150 verschiedenen Kraeuter- und Grasarten pro Quadratmeter. Das Klima mit seiner hohen Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 75 Prozent und den kühlen Naechten auch im Sommer schafft optimale Bedingungen für die Reifeentwicklung. Philipp Emanuel von Fellenberg richtete 1805 auf seinem Landgut Hofwil eine Versuchskäserei ein und bewies, dass auch im Unterland guter Käse hergestellt werden kann. Rudolf Emanuel von Effinger baute 1815 in Kiesen bei Thun die erste genossenschaftlich geführte Emmentaler Dorfkäserei im Tal, was den Grundstein für die moderne Kaeseproduktion legte. Im Jahr 1834 exportierte der Kanton Bern allein 22.882 Zentner Käse, was die enorme wirtschaftliche Bedeutung der regionalen Kaesespezialiataeten unterstreicht. Heute wird Le Suisse in etwa 25 traditionellen Kaesereien hergestellt, die alle der Vereinigung Berner Alpkaese angeschlossen sind. Die moderne Produktion kombiniert überlieferte Techniken mit zeitgemaessen Hygienestandards, wobei die Milch weiterhin ausschliesslich von regionalen Bauernhöfen stammt, die maximal 15 Kilometer von der jeweiligen Kaeserei entfernt sind. Die Bedeutung von Le Suisse in der heutigen Schweizer Kaeselandschaft zeigt sich nicht nur in seiner kontinuierlichen Produktion, sondern auch in seiner Rolle als Botschafter der traditionellen Schweizer Kaese-Handwerkskunst auf internationalen Märkten.

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Le Suisse Käse aus der Schweiz - Alpiner Hartkäse Tradition