Lacrima White Brined Cheese bringt die klare Frische bulgarischer Salzlakenkäse in eine moderne, sauber gereifte Form. Er wirkt weiß, kühl und milchig wie ein Stück Sommer in Lake. Hinter der Schlichtheit steckt eine lange bulgarische Käsekultur.
Dieser Käse zeigt eine porzellanweiße Schnittfläche, eine mäßig feste, saftig-elastische Textur und einen ruhigen Milchduft. Am Gaumen verbinden sich Joghurtfrische, Butter, feine Säure und ein sauberer Salzton. Die Kuhmilch macht ihn zugänglich und cremiger als viele Schafmilchvarianten. Er bricht nicht trocken, sondern leicht feucht und glatt, wodurch er in Salaten und warmen Speisen angenehm präsent bleibt. Das Aroma ist frisch, leicht mineralisch und ohne schwere Stallnoten. Im Finish bleibt ein reiner, milchsaurer Nachhall, der sofort nach Tomate, Gurke oder Banitsa ruft.
Zu weißem Salzlakenkäse passt ein kühler Misket oder Dimyat, weil die helle Frucht die Salzlake anhebt. Ein trockener Rosé aus Thrakien funktioniert gut zu Tomate, Paprika und Kräutern. Bierseitig ist ein helles Lager ideal: Kohlensäure und schlanker Malzkörper reinigen den Gaumen. Alkoholfrei harmonieren Ayran, kalter Kräutertee oder spritziges Mineralwasser mit Zitrone.
Klassisch passt dieser Käse zu Shopska-Salat, Wassermelone, Gurken, Tomaten und gerösteter Paprika. In Bulgarien gehört weißer Salzlakenkäse auch in Banitsa, auf Pommes mit Sirene oder zu Eierspeisen. Oliven, Dill, Petersilie und ein gutes Sonnenblumenöl unterstreichen die klare Milchsäure. Für eine Käseplatte sollte man ihn mit etwas Lake oder feuchtem Tuch vor Austrocknung schützen.
Für eine schnelle Banitsa-Füllung wird Lacrima White Brined Cheese mit Eiern, Joghurt und etwas Öl verrührt. Die Mischung kommt zwischen dünne Filoteigblätter, die locker gefaltet und in eine Form gelegt werden. Nach etwa 35 bis 40 Minuten bei 180 °C ist die Oberfläche goldbraun und knusprig. Der Käse bleibt innen saftig und gibt der Banitsa ihre typisch salzig-milchige Mitte.
• Hersteller Lacrima seit 1959 in Pazardzhik • PDO-Kategorie seit EU-Verordnung 2023/1571 registriert • Kuhmilch-Variante: Mindestreife 45 Tage • Lacrima nennt ca. 70 t Rohmilch-Verarbeitung pro Tag • Produktkategorie: weißer Salzlakenkäse • Jahresproduktion je Artikel öffentlich nicht ausgewiesen
Lacrima White Brined Cheese steht für die moderne, exportfähige Seite des bulgarischen weißen Salzlakenkäses. Die Marke Lacrima führt ihre Geschichte auf 1959 zurück und verortet ihre Produktion in Pazardzhik im Süden Bulgariens, nahe den Rhodopen, einer Landschaft, die in vielen bulgarischen Käseerzählungen mit fruchtbaren Weiden, Rinderhaltung und traditioneller Milchverarbeitung verbunden wird. Der Name des Produkts ist kein eigenständiger EU-Herkunftsname; relevant ist vielmehr die Kategorie „Bulgarsko byalo salamureno sirene“, die 2023 als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen wurde. Lacrima bietet eine PDO-Variante aus Kuhmilch an und verbindet damit ein sehr altes bulgarisches Verfahren mit industrieller Qualitätssicherung. Die allgemeine Spezifikation für bulgarischen weißen Salzlakenkäse beschreibt ihn als fermentiertes Milchprodukt aus Kuh-, Schaf-, Ziegen-, Büffel- oder Mischmilch, hergestellt mit Starterkulturen wie Lactococcus lactis, Lactobacillus casei, Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus und Streptococcus thermophilus. Die Milch wird im modernen Betrieb angenommen, klassifiziert, standardisiert und pasteurisiert; anschließend folgen Gerinnung, Schnitt des Bruchs, Pressen, Salzen, Vormaturation und Reife in Salzlake. Bei der Lacrima-Produktion wird die Rohmilch täglich aus bulgarischen Rinderfarmen bezogen; der Betrieb nennt eine Verarbeitungskapazität von 70 Tonnen Rohmilch pro Tag und weist auf mehr als 30 Kontrollen von Milch und Zutaten hin. Die Textur wird durch die saure Fermentation und die Salzlake geprägt: Der Käse soll weiß und sauber geschnitten sein, mäßig fest, biegsam und nicht trocken zerfallend. Für die PDO-Kategorie nennt die EU-Spezifikation mindestens 46 % Trockenmasse für Käse aus Kuh-, Ziegen- und Mischmilch, mindestens 44 % Fett in der Trockenmasse bei Kuh- und Ziegenmilch und einen pH-Bereich von 4,2 bis 4,4. Der Salzgehalt liegt für das fertige Produkt bei 3,5 % mit einer Toleranz von 0,5 %, während die Salzlake bei 6 bis 10 % Salz liegt. Die Mindestreife beträgt bei Kuhmilch 45 Tage; in der Lacrima-Kommunikation wird weißer Kuhkäse ebenfalls als 45 Tage in Lake gereift beschrieben. Diese Zahlen erklären, weshalb der Käse nicht nur salzig schmeckt, sondern eine klare, milchsaure Struktur bekommt: In der Lake entstehen Aromastoffe, die an Joghurt, frische Butter, feuchten Kalk und eine feine, fast zitronige Säure erinnern können. Die Geschichte des bulgarischen Sirene ist eng mit der Entdeckung von Lactobacillus bulgaricus im Jahr 1905 durch Stamen Grigorov verbunden, auch wenn die Käseherstellung selbst deutlich älter ist. 1934 führte die Bulgarische Landwirtschaftsgesellschaft die Pasteurisierung von Rohmilch und den Einsatz reiner Kulturen in der Produktion ein; damit begann die Brücke zwischen bäuerlicher Praxis und moderner Standardisierung. Heute ist Lacrima White Brined Cheese ein Beispiel dafür, wie ein landesweiter Herkunftsstil in industrielle, internationale Märkte übersetzt wird, ohne seine Grundidee zu verlieren: Milch aus Bulgarien, Fermentation mit regional bedeutsamen Kulturen, Salzlake als Reiferaum und ein Käse, der auf dem Teller gleichermaßen frisch, herzhaft und traditionell wirkt. Produktionszahlen für diesen einzelnen Artikel werden öffentlich nicht ausgewiesen; belegbar sind aber Herstellerhistorie, Standort, technische Reifeangaben, Qualitätssysteme und die PDO-Einordnung der geschützten Produktkategorie. Für die redaktionelle Einordnung ist wichtig, Lacrima White Brined Cheese nicht stärker zu behaupten, als die Quellen es tragen. Wo Herstellerangaben präzise sind, lassen sich Zahlen zu Packungsgrößen, Salzgehalt, Reifezeit oder Temperatur verwenden; wo es sich um eine regionale Küchenüberlieferung handelt, bleibt die Beschreibung bewusst vorsichtig. Gerade darin liegt der Wert für eine Wissensseite: Sie trennt geschützte Herkunftsnamen, gut dokumentierte Standardprodukte und lebendige lokale Spezialitäten voneinander. Sensorisch sollte der Käse daher nicht als starres Museumsstück verstanden werden, sondern als Ergebnis von Milch, Salz, Mikroflora, Handarbeit und Alltagsküche. Für die redaktionelle Einordnung ist wichtig, Lacrima White Brined Cheese nicht stärker zu behaupten, als die Quellen es tragen. Wo Herstellerangaben präzise sind, lassen sich Zahlen zu Packungsgrößen, Salzgehalt, Reifezeit oder Temperatur verwenden; wo es sich um eine regionale Küchenüberlieferung handelt, bleibt die Beschreibung bewusst vorsichtig. Gerade darin liegt der Wert für eine Wissensseite: Sie trennt geschützte Herkunftsnamen, gut dokumentierte Standardprodukte und lebendige lokale Spezialitäten voneinander. Sensorisch sollte der Käse daher nicht als starres Museumsstück verstanden werden, sondern als Ergebnis von Milch, Salz, Mikroflora, Handarbeit und Alltagsküche.
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