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Gmundner Berg

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Gmundner Berg trägt die würzige Seite Oberösterreichs in sich. Er duftet nach Rotschmierrinde, warmer Milch und einer feinen, nussigen Reife.

Der Sommelier empfiehlt

Der Schnittkäse ist schnittfest, geschmeidig und mit vereinzelter Kleinlochung ausgestattet. Die Rotschmierrinde gibt ihm eine würzige, leicht pikante Nase. Am Gaumen zeigt er Butter, Milchkaramell, Nuss und eine runde Salzigkeit. Durch mindestens 100 Tage Reifung wirkt er deutlich aromatischer als ein junger Schnittkäse. Der Teig bleibt dabei elastisch und gut schmelzend. Das Finish ist mittel, sauber und würzig.

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Alles über diesen Käse

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Getränkeempfehlung

Ein kräftiger Grüner Veltliner, ein trockener Weißburgunder oder ein helles Bockbier passen gut zur Rotschmierwürze. Das Getränk sollte Frische mitbringen, aber nicht zu süß sein. Alkoholfrei sind Apfelmost, Birnensaftschorle oder Malzbier in kleiner Menge passend.

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Beilagen & Speisen

Zu Gmundner Berg passen Bauernbrot, Butter, Essiggurkerl und Radieschen. Warme Begleiter sind Erdäpfelgratin, Lauch, Schinken und Zwiebeln. Auch mit Birne, Walnuss und mildem Senf wirkt er auf der Käseplatte rund.

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Rezeptidee

Für ein Gmundner-Berg-Gratin Kartoffelscheiben vorkochen, mit Lauch und etwas Rahm in eine Form geben. Gmundner Berg grob reiben und darüberstreuen. Bei mittlerer Hitze backen, bis die Oberfläche goldgelb ist. Vor dem Servieren kurz ruhen lassen, damit die Rotschmierwürze nicht zu dominant wirkt.

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Wissenswertes

Reifezeit: mindestens 100 Tage Scheibenpackung: 150 g Stückgewicht: ca. 250 g Viertellaib: ca. 2,2 kg Energie: 346 kcal je 100 g Salz: 1,7 g je 100 g

Geschichte & Wissenswertes

Gmundner Berg steht in der österreichischen Käsekultur für einen würzigen Schnittkäse vom Typ österreichischer Fontal. Die Gmundner Molkerei verortet den Käse in ihrer regionalen Markenwelt und benennt ihn nach Gmunden, einer Stadt, die stark mit dem Traunsee und oberösterreichischer Milchverarbeitung verbunden ist. Seine heutige Gestalt ist nicht allein als Rezept zu verstehen, sondern als Ergebnis einer regionalen Milchwirtschaft, in der kurze Wege, wiederkehrende Handgriffe und die Erfahrung der Käserinnen und Käser den Charakter prägen. Die Molkerei sitzt in Gmunden in Oberösterreich, einer Region, in der Grünland, Seenlandschaft und Molkereigenossenschaften die Milchwirtschaft prägen. In der Herstellung spielt die sorgfältige Behandlung der Milch die zentrale Rolle: Öffentliche Herstellerangaben nennen pasteurisierte Kuhmilch, Rotschmierrinde, vereinzelte Kleinlochung und eine Reifezeit von mindestens 100 Tagen. Die dafür genannten technischen Eckdaten sind vor allem als Orientierung zu lesen, denn Klima, Jahreszeit, Reiferaum und Pflege entscheiden darüber, wie sich Duft, Teig und Rinde entwickeln. Gerade bei österreichischen Käsesorten ist diese Verbindung aus standardisierter Qualität und gewachsener Praxis wichtig: Die Milch kommt überwiegend aus Grünlandregionen, in denen Futter, Höhenlage und saisonale Schwankungen den Rohstoff beeinflussen. Heute ist Gmundner Berg ein Theken- und SB-Käse, der zwischen Alltagstauglichkeit und deutlicher Würze steht. Er eignet sich für Jause, Käseplatte und warme Küche. Historisch betrachtet sind viele dieser Käse auch Antworten auf praktische Fragen gewesen: Wie lässt sich Milch haltbar machen, wie wird aus einem verderblichen Rohstoff ein transportfähiges Lebensmittel, und wie entsteht aus Alltagsnahrung ein Produkt mit Wiedererkennungswert? Die Antwort lag meist nicht in großen Brüchen, sondern in kleinen Verbesserungen: hygienischere Kessel, kontrollierte Kulturen, geregelte Reifezeiten, bessere Kellerführung und eine verlässlichere Vermarktung. Die Produktseite nennt 150-g-Scheiben, ca. 250-g-Stücke und Viertellaibe von ca. 2,2 kg. Die Werte je 100 g liegen bei 346 kcal, 27 g Fett, 25 g Eiweiß und 1,7 g Salz. Für eine Wissensseite ist deshalb wichtig, diesen Käse nicht nur als Produkt zu beschreiben, sondern als Teil einer Landschaft, einer Arbeitsweise und einer regionalen Genusskultur. Er zeigt, wie unterschiedlich österreichischer Käse sein kann: mal mild und familientauglich, mal almwürzig, mal streichfähig und bäuerlich, mal als sauber definierter Markenklassiker mit gleichbleibendem Profil. Seine Bedeutung liegt heute weniger in großen Mengen als in seiner klaren Identität: Wer ihn probiert, bekommt eine konkrete Vorstellung davon, wie Region, Milch und Reifung im Geschmack zusammenkommen.

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Gmundner Berg aus Österreich