Wie ein sanfter Hauch alpiner Zartheit legt sich der Zartherzliche auf die Zunge und verweilt dort mit einer Cremigkeit, die das Herz zum Schmelzen bringt. Dieser einzigartige Schnittkäse aus dem Kanton St. Gallen verkörpert die liebevolle Sorgfalt seiner Schöpfer, die das Handwerk mit Leidenschaft und jahrhundertealter Tradition verbinden.
Der Zartherzliche präsentiert sich in einer honiggelben Robe mit sanft schimmernder, naturbelassener Rinde. Seine Textur ist geschmeidig und cremig, schneidet sich mühelos und schmilzt förmlich auf der Zunge. Im Bouquet offenbaren sich zarte Noten von frischem Almheu und einem Hauch von Schweizer Bergkräutern. Der Geschmack beginnt mild und entwickelt sich zu einer sanften Süsse mit dezenten nussigen Untertönen. Am Gaumen zeigt er eine wunderbare Cremigkeit ohne aufdringliche Schärfe, während sich im Abgang eine liebliche Frische entfaltet. Das Finish ist rein und anhaltend, mit einem Hauch von Alpenmilch, der noch lange nachklingt und zu einem weiteren Happen einlädt.
Zu dem sanften Charakter des Zartherzlichen harmoniert ein leichter Schweizer Chasselas oder ein milder Pinot Grigio aus dem Waadtland besonders schön. Die zarte Cremigkeit des Käses findet auch in einem hellen Weissbier oder einem unfiltriert-trüben Zürcher Bier einen idealen Partner. Für besondere Momente empfiehlt sich ein Glas prickelnder Schweizer Crémant, dessen feine Perlage die samtige Textur des Käses wunderbar unterstreicht.
Der Zartherzliche entfaltet seine ganze Schönheit zu frischem Walliser Roggenbrot oder geröstetem Baselbrot mit einem Hauch Butter. Süsslich-würzige Schweizer Birnenkonfitüre oder ein Löffel goldiger Toggenburger Wildblütenhonig ergänzen seine milde Art perfekt. Auch zu knackigen Schweizer Äpfeln der Sorte Gala oder einem Arrangement aus gerösteten Baselbieter Baumnüssen zeigt er sich von seiner besten Seite.
Für einen zarten Zartherzlichen-Auflauf den Käse fein reiben und mit geschälten, in dünne Scheiben geschnittenen Bintje-Kartoffeln aus dem St. Galler Rheintal schichten. Mit einem Guss aus Schweizer Vollrahm, frischen Kräutern aus dem Klostergarten und einer Prise Alpensalz übergiessen. Bei 180 Grad etwa 45 Minuten goldbraun backen, bis die Oberfläche eine verführerische Bräunung zeigt. Warm serviert, mit einem frischen Rucola-Salat und einem Glas kühlem Fendant.
Reifezeit: 60 bis 90 Tage Fettgehalt: mindestens 55% Fett in der Trockenmasse Tägliche Milchverarbeitung: 40000 Liter bei Bodensee Käse AG Lagerplätze im Reifungslager: 80000 Plätze Partner-Landwirtschaftsbetriebe: 30 Höfe aus der Region Verfügbare Laibgrösse: 6 bis 7 kg pro Volllaib
Die Geschichte des Zartherzlichen ist untrennbar mit der Tradition der St. Galler Käserei-Landschaft und der Familie hinter der Bodensee Käse AG verbunden. Im malerischen Rossrüti, einem kleinen Weiler im Kanton St. Gallen nahe dem glitzernden Bodensee, entstand in den 1980er Jahren eine kleine Käserei mit einer grossen Vision: authentische Schweizer Käse-Spezialitäten nach überlieferten Methoden herzustellen. Die Bodensee Käse AG, heute eine der innovativsten Käsereien der Region, wurde von leidenschaftlichen Käsern gegründet, die das Handwerk von ihren Grossvätern erlernt hatten. In den ersten Jahren konzentrierte sich die Käserei auf traditionelle Sorten, doch die stetig wachsende Nachfrage nach milderen, zugänglicheren Käsesorten führte zur Entwicklung des Zartherzlichen um das Jahr 1995. Der Name war von Beginn an Programm – ein Käse, der durch seine sanfte Art und cremige Textur die Herzen der Käseliebhaber erobern sollte. Die Herstellung folgt bis heute den strengen Prinzipien traditioneller Schweizer Käsekunst. Frische Rohmilch von 30 sorgfältig ausgewählten Landwirtschaftsbetrieben aus der unmittelbaren Umgebung bildet die Grundlage. Diese Höfe liegen in der topografisch begünstigten Region zwischen Toggenburg, St. Gallen und dem Bodenseeraum, wo das leicht bergige, von Grünland geprägte Gelände ideale Bedingungen für die Milchproduktion bietet. Die Kühe weiden auf saftigen Wiesen und werden mit silagefreiem Heu gefüttert, was der Milch ihren charakteristisch milden und reinen Geschmack verleiht. Der Produktionsprozess beginnt täglich um vier Uhr morgens, wenn die erste Milchlieferung eintrifft. Die Rohmilch wird bei exakt 32 Grad Celsius erwärmt und mit sorgfältig ausgewählten Milchsäurebakterien-Kulturen versetzt, die der Käserei seit Jahrzehnten treu sind. Nach der Zugabe von Lab aus der Region beginnt der natürliche Gerinnungsprozess, der etwa 45 Minuten dauert. Die entstehende Gallerte wird mit der traditionellen Käseharfe vorsichtig geschnitten, wobei die Bruchkörner etwa haselnussgross bleiben. Anschliessend wird die Masse langsam auf 45 Grad erwärmt, während sie kontinuierlich gerührt wird. Dieser schonende Prozess dauert etwa eine Stunde und sorgt dafür, dass die charakteristische Cremigkeit des Zartherzlichen erhalten bleibt. Die entwässerte Käsemasse wird in spezielle Formen gefüllt und für 12 Stunden gepresst, wobei der Druck schrittweise von 2 auf 8 Kilogramm pro Quadratzentimeter erhöht wird. Nach dem Pressen erhält jeder Laib ein Bad in 20-prozentiger Salzlake für exakt 18 Stunden bei einer Temperatur von 12 Grad Celsius. Die Reifung erfolgt in den modernen, aber traditionell geführten Kellern der Käserei bei einer konstanten Temperatur von 12 bis 14 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 85 Prozent. Jeden zweiten Tag werden die Laibe von Hand gewendet und mit einer speziellen Salzlösung gepflegt. Diese aufwendige Pflege durch die Käsermeister dauert 60 bis 90 Tage und verleiht dem Zartherzlichen seine charakteristische goldgelbe Rinde und das unverwechselbare Aroma. Die Region um St. Gallen und den Bodensee ist seit dem 8. Jahrhundert für ihre Käseproduktion bekannt. Die Klöster der Region, allen voran das berühmte Kloster St. Gallen, legten bereits im Mittelalter den Grundstein für die systematische Käseherstellung. Die Mönche entwickelten Techniken zur Milchverarbeitung, die über Generationen verfeinert und weitergegeben wurden. Die hügelige Landschaft mit ihren saftig-grünen Weiden bot ideale Bedingungen für die Milchwirtschaft, und so etablierte sich die Region als eine der wichtigsten Käse-Regionen der Schweiz. Heute steht der Zartherzliche für die erfolgreiche Verbindung von Tradition und Innovation. Die Bodensee Käse AG hat ihr Reifungslager auf beeindruckende 80.000 Lagerplätze erweitert, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Täglich werden 40.000 Liter Milch zu verschiedenen Käse-Spezialitäten verarbeitet, wobei der Zartherzliche zu den beliebtesten Sorten zählt. Das Unternehmen setzt konsequent auf Nachhaltigkeit und Tierwohl, arbeitet nur mit Betrieben zusammen, die artgerechte Haltung praktizieren, und achtet auf kurze Transportwege. Die Käserei ist heute nicht nur in der Schweiz und Deutschland beliebt, sondern exportiert ihre Spezialitäten bis nach Fernost. Der Zartherzliche verkörpert damit die moderne Schweizer Käsetradition – verwurzelt in jahrhundertealtem Handwerk, aber offen für neue Märkte und Geschmäcker.
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