Contessa Paola wirkt wie ein österreichischer Brie mit alpinem Akzent. Unter der weißen Edelschimmelrinde liegt ein zarter, cremiger Teig mit feiner Herbe.
Contessa Paola ist ein Weißschimmel-Weichkäse mit blassgelbem, geschmeidig-weichem bis cremigem Teig. Die Rinde duftet nach Pilz, Rahm und frischer Butter. Am Gaumen zeigt sie eine zarte, fein-herbe Note, während der Kern mild, milchig und elegant bleibt. Mit zunehmender Reife wird der Rand cremiger und aromatischer. Die Textur ist weich, aber nicht flüssig. Das Finish ist sanft, rahmig und leicht rindig.
Zu Contessa Paola passen Weißburgunder, Morillon oder ein nicht zu säurearmer Riesling. Die Weine sollten cremig genug sein, um die Schimmelrinde aufzunehmen, aber frisch genug, um Fett und Milchsüße zu balancieren. Tanninreiche Rotweine wirken schnell bitter; ein sehr weicher Pinot Noir kann dennoch funktionieren. Alkoholfrei passt Birnensaftschorle.
Sie harmoniert mit Baguette, Walnüssen, Birne, mildem Honig und feinem Marillenchutney. Traditionell österreichisch kann man sie mit hellem Bauernbrot und frischer Butter servieren. Auf der Platte sollte sie vor kräftigen Rotschmier- oder Hartkäsen probiert werden. Zu Salaten passt sie leicht temperiert mit Nussöl.
Für überbackene Contessa-Paola-Birnen reife Birnen halbieren, entkernen und kurz mit Zitronensaft beträufeln. Kleine Stücke Käse in die Mulden legen und mit gehackten Walnüssen bestreuen. Im Ofen backen, bis der Käse weich wird und die Birne duftet. Mit Blattsalat und etwas Honig-Senf-Dressing servieren.
Ursprünglicher Standort: Lienz in Osttirol Verlagerungsdiskussion öffentlich: 2015 Aktueller Produktionsbezug: Werk Voitsberg dokumentiert Laibformen laut Fachquelle: ca. 500 g und 1,3 kg Milchbehandlung: pasteurisierte Milch Auszeichnung Berglandmilch-Meldung: Bronze 2015
Contessa Paola ist ein österreichischer Weißschimmel-Weichkäse mit aristokratischer Namensgebung und einer Produktionsgeschichte, die von Osttirol in die Steiermark hineinreicht. Contessa Paola ist ein Weißschimmel-Weichkäse aus pasteurisierter Tiroler Alpenmilch, der ursprünglich in Lienz von Tirol Milch beziehungsweise Berglandmilch hergestellt wurde. Der Name erinnert an Paola Gonzaga, die Ehefrau des Grafen Leonhard von Görz, der im 15. Jahrhundert auf Schloss Bruck oberhalb von Lienz residierte. Die Sorte besitzt runde Laibformen, öffentlich beschrieben mit etwa 500 Gramm oder 1,3 Kilogramm, weißer Edelschimmelrinde, blassgelbem Teig und geschmeidig-weicher bis cremiger Konsistenz. 2015 wurde öffentlich diskutiert, dass Berglandmilch die symbolträchtigen Osttiroler Sorten Graf Görz und Contessa Paola künftig in die Steiermark verlagern wolle; spätere Käsewettbewerbslisten führen Berglandmilch-Werk Voitsberg im Zusammenhang mit Tirol Milch Contessa Paola. Die Region im Datensatz wird deshalb auf Steiermark gesetzt, obwohl die Markengeschichte stark osttirolerisch geprägt ist. Weißschimmelkäse unterscheiden sich technologisch deutlich von Bergkäse oder Rotschmierkäse. Die Milch wird angesäuert und mit Lab dickgelegt, der Bruch wird relativ schonend behandelt, damit mehr Feuchtigkeit im Teig bleibt. Nach dem Formen und Salzen wachsen Penicillium-Kulturen auf der Oberfläche; sie bauen Eiweiß von außen nach innen ab und erzeugen die weiche, cremige Randzone, die mit zunehmender Reife in den Kern wandert. Die Reifung ist kurz im Vergleich zu Hartkäse, aber sensibel: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Belüftung und Wendung bestimmen, ob die Rinde sauber weiß bleibt, ob der Kern kreidig oder cremig ist und ob die feine Bitterkeit der Rinde angenehm wirkt. Die Namensgeschichte verweist auf Paola Gonzaga, die Ehefrau des Grafen Leonhard von Görz, und verbindet den Käse mit der Erinnerung an Schloss Bruck oberhalb von Lienz. Heute ist die Sorte interessant, weil sie österreichische Alpenmilch mit einer eher französisch anmutenden Weichkäseform verbindet. Für eine Wissensdatenbank ist wichtig, zwischen belegten Produktangaben und allgemeinem Käsewissen zu unterscheiden: Wo Hersteller konkrete Reifezeiten, Fettstufen oder Laibgrößen nennen, werden diese Angaben übernommen; wo sie fehlen, bleibt die Darstellung bewusst bei der handwerklichen Einordnung und vermeidet eine scheinbare Genauigkeit. Sensorisch betrachtet entsteht die Identität eines österreichischen Käses selten nur durch eine einzelne Zutat. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Futter, Milchfrische, Säuerung, Bruchgröße, Pressdruck, Salzaufnahme, Reifeklima und Pflege. Kleine Änderungen in diesen Stufen verändern Wassergehalt, Lochung, Rindenbildung und die Art, wie Aromen im Mund wahrgenommen werden. Heute steht die Sorte deshalb zwischen Tradition und moderner Vermarktung. Sie muss für Theke, Gastronomie und Haushalt verlässlich verfügbar sein, soll aber trotzdem den regionalen Charakter bewahren. Gerade für Käseliebhaber macht diese Spannung den Reiz aus: Man schmeckt nicht nur Milch und Salz, sondern auch die Entscheidung, wie lange ein Laib ruhen darf und wie sorgfältig seine Oberfläche behandelt wird. Für eine Wissensdatenbank ist wichtig, zwischen belegten Produktangaben und allgemeinem Käsewissen zu unterscheiden: Wo Hersteller konkrete Reifezeiten, Fettstufen oder Laibgrößen nennen, werden diese Angaben übernommen; wo sie fehlen, bleibt die Darstellung bewusst bei der handwerklichen Einordnung und vermeidet eine scheinbare Genauigkeit. Sensorisch betrachtet entsteht die Identität eines österreichischen Käses selten nur durch eine einzelne Zutat. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Futter, Milchfrische, Säuerung, Bruchgröße, Pressdruck, Salzaufnahme, Reifeklima und Pflege. Kleine Änderungen in diesen Stufen verändern Wassergehalt, Lochung, Rindenbildung und die Art, wie Aromen im Mund wahrgenommen werden. Heute steht die Sorte deshalb zwischen Tradition und moderner Vermarktung. Sie muss für Theke, Gastronomie und Haushalt verlässlich verfügbar sein, soll aber trotzdem den regionalen Charakter bewahren. Gerade für Käseliebhaber macht diese Spannung den Reiz aus: Man schmeckt nicht nur Milch und Salz, sondern auch die Entscheidung, wie lange ein Laib ruhen darf und wie sorgfältig seine Oberfläche behandelt wird. Für eine Wissensdatenbank ist wichtig, zwischen belegten Produktangaben und allgemeinem Käsewissen zu unterscheiden: Wo Hersteller konkrete Reifezeiten, Fettstufen oder Laibgrößen nennen, werden diese Angaben übernommen; wo sie fehlen, bleibt die Darstellung bewusst bei der handwerklichen Einordnung und vermeidet eine scheinbare Genauigkeit.
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