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Black Eyed Susan

Vereinigtes KönigreichEnglandKuhmilchKuh, Jersey
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Black Eyed Susan ist ein kleiner, weißer Weichkäse mit dunklen Pfefferpunkten wie Sommerschatten auf Sahne. Er verbindet cremige Jerseymilch mit der trockenen Wärme von schwarzem Pfeffer.

Der Sommelier empfiehlt

Dieser Käse wirkt mild, glatt und cremig, besitzt aber durch die Pfefferkörner einen lebendigen Biss. Die Rinde ist weichschimmelig und fein, der Teig gelblich, sahnig und sanft fließend, sobald er reifer wird. Im Duft stehen Milch, Pilz und eine leichte Pfefferschärfe nebeneinander. Am Gaumen beginnt er weich und rund, bevor der Pfeffer trocken, würzig und leicht prickelnd nachklingt. Das Finish ist kurz bis mittellang, sauber und angenehm pikant.

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Alles über diesen Käse

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Getränkeempfehlung

Ein trockener Somerset Cider passt besonders gut, weil Apfelsäure und Gerbstoff die Sahne glätten und den Pfeffer heben. Ein leichter Pinot Noir mit wenig Holz funktioniert, wenn der Käse etwas reifer ist. Alternativ bringt ein helles, malziges Ale genug Körper, ohne die Pfeffernote bitter werden zu lassen.

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Beilagen & Speisen

Black Eyed Susan passt zu Apfelspalten, Walnüssen, hellem Sauerteig und mildem Birnenchutney. Regionale West-Country-Aromen wie Cider-Gelee oder eingelegte Äpfel greifen die Herkunft auf. Zu scharfen Pickles sollte man vorsichtig sein, damit die Pfefferschärfe nicht doppelt wirkt.

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Rezeptidee

Für Crostini Black Eyed Susan in Scheiben auf geröstetes Brot legen und kurz unter dem Grill erwärmen. Mit einem Teelöffel Cider-Gelee oder Birnenkompott abschließen. Einige frische Thymianblätter geben eine herbe Kräuternote. Warm servieren, solange die Mitte weich und der Pfeffer duftend ist.

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Wissenswertes

• Typisches Gewicht: 150 g • Durchmesser: ca. 10 cm • Höhe: ca. 2,5 cm • Godminster übernahm Daisy & Co: 2010 • British Cheese Awards: Bronze 2012 • Milch: pasteurisierte Bio-Jerseymilch

Geschichte & Wissenswertes

Black Eyed Susan gehört zu den kleinen, aromatisch pointierten Weichkäsen aus Somerset, die in der britischen Käseliteratur und im Fachhandel vor allem mit Daisy & Co, Richard und Caroline Harbord sowie später Godminster verbunden werden. Die Sorte baut auf Goldilocks auf, einem jungen, weißschimmelgereiften Weichkäse aus Bio-Jerseymilch, und erhält ihren Namen durch die Anspielung auf die gleichnamige Blume. Im Unterschied zum Grundkäse wird Black Eyed Susan mit grob zerstoßenen schwarzen Pfefferkörnern versehen. Diese werden nicht als anonyme Gewürzschicht verstanden, sondern als bewusst gesetzter Kontrast zur sahnigen, gelben und milden Käsemasse. Die belegbaren Angaben beschreiben Black Eyed Susan als pasteurisierten, biologischen, vegetarischen Weichkäse aus Jersey-Kuhmilch. Die Form ist klein und rund: etwa 150 Gramm schwer, ungefähr 10 Zentimeter im Durchmesser und rund 2,5 Zentimeter hoch. Diese Maße sind für die Sensorik wichtig, weil ein kleiner Käse schneller durchreift und der Anteil von Rinde, Oberfläche und Gewürzkontakt deutlich spürbar bleibt. Die Herstellung folgt dem Prinzip eines jungen Brie- oder Camembert-Stils: Die Milch wird gesäuert, gelabt, schonend geformt und mit Weißschimmelkultur zur Rindenbildung gebracht. Danach wird der junge Goldilocks-Käse mit zerstoßenem schwarzem Pfeffer gerollt, sodass die Körner Halt finden und beim Anschneiden als dunkle Punkte sichtbar bleiben. Historisch ist Black Eyed Susan auch deshalb spannend, weil er eine Phase der britischen Käseerzeugung zeigt, in der kleine Bio-Betriebe neue Sorten mit klarer Thekenidentität entwickelten. Godminster berichtete 2010, Daisy & Co übernommen zu haben, damit die Käseproduktion nicht mit dem Ruhestand des bisherigen Betreibers endete. 2012 taucht Black Eyed Susan in den British Cheese Awards als Bronze-Gewinner in der Kategorie Soft White with Added Ingredients auf, was den Käse als reale, fachlich wahrgenommene Sorte bestätigt. Heute ist seine aktuelle Verfügbarkeit weniger eindeutig dokumentiert als bei dauerhaft aktiv vermarkteten Marken, doch für eine Käse-Enzyklopädie bleibt er als historischer West-Country-Weichkäse mit Gewürzprofil relevant. Er erzählt von einer Zeit, in der britische Käsemacherinnen und Käsemacher begannen, kleine Weißschimmelkäse nicht nur natur zu verkaufen, sondern über Pfeffer, Rauch, Kräuter und Formate eigenständige Genussanlässe zu schaffen. Für eine Wissensseite ist bei Black Eyed Susan wichtig, ihn nicht nur als Produkt, sondern als Ausdruck einer bestimmten britischen Käsekultur zu lesen. In England sind viele moderne Hof- und Kleinmolkereien aus der Verbindung von Landwirtschaft, Direktvermarktung und anspruchsvollem Käsehandel entstanden. Daisy & Co und Godminster steht in diesem Umfeld für eine Arbeitsweise, bei der kleine Chargen, sorgfältige Milchauswahl und ein klar erkennbares Geschmacksprofil wichtiger sind als industrielle Gleichförmigkeit. Das erklärt, warum dieser Käse in Fachtheken meist nicht über Lautstärke, sondern über seine Textur, seine Reifung und seine Herkunft verkauft wird. Herstellungstechnisch beginnt der Charakter von Black Eyed Susan mit der Milch und mit der Entscheidung, wie viel Frische im fertigen Käse sichtbar bleiben soll. Die überlieferten Angaben nennen pasteurisierte Bio-Jerseymilch und vegetarisches Lab. Danach bestimmen Säuerung, Schnitt oder Nicht-Schnitt der Gallerte, Abtropfzeit, Salzgabe und Reifeklima den späteren Eindruck. Die Pfefferkörner werden erst nach der jungen Reifung aufgebracht und verändern daher vor allem Oberfläche, Biss und Duft. Bei einem Käse dieses Stils sind Temperatur und Zeit weniger als abstrakte Laborwerte zu verstehen, sondern als Steuerinstrumente: zu warme Reifung macht die Rinde schneller, zu kühle Reifung hält den Kern länger frisch; zu viel Salz nimmt Süße, zu wenig Salz lässt den Körper unpräzise wirken. Geografisch ist Somerset, nahe Bruton, mit Jersey-Milch aus der Umgebung mehr als eine Herkunftsangabe. Die Landschaft liefert das erzählerische Gerüst: Weiden, Farmstrukturen, regionale Molkereien, kleine Käseläden und ein Markt, der bereit ist, britische Spezialitäten neben klassischen Vorbildern aus Frankreich, Italien oder den Niederlanden ernst zu nehmen. Gerade deshalb besitzt Black Eyed Susan seinen Reiz. Er zitiert bekannte Käsefamilien, bleibt aber durch Milch, Reifeführung und lokale Handschrift eigenständig. Heute eignet sich Black Eyed Susan besonders für Käseplatten, Schulungen und Verkostungen, weil sich an ihm gut erklären lässt, wie moderne britische Käse entstehen. Er eignet sich gut, um in Schulungen den Unterschied zwischen Grundkäse und aromatisierter Variante zu zeigen. Im Verkauf lässt er sich über konkrete Sinneseindrücke beschreiben: nicht nur mild oder kräftig, sondern cremig, bröckelig, hefig, nussig, grasig, pfeffrig, mineralisch oder süß-salzig. Für Käseliebhaber ist er dadurch ein Käse, der Herkunft und Handwerk sichtbar macht, ohne eine geschützte Herkunftsbezeichnung zu benötigen.

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Black Eyed Susan aus dem Vereinigten Königreich