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Beemster X-O-

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Aus dem historischen Beemster-Polder entsteht ein Kaese, der die Jahrhunderte alten Geheimnisse niederlaendischer Kaesemeisterschaft in sich traegt. Beemster X-O- vereint die mineralreiche Erde eines UNESCO-Welterbes mit der Geduld von 26 Monaten Reifung zu einer Symphonie aus Butterscotch und gerösteten Nuessen.

Der Sommelier empfiehlt

Der Beemster X-O- praesentiert sich in einem tiefen, bernsteinartigen Orange mit charakteristischen weißen Kristallen, die von der langen Reifung zeugen. Die Textur ist fest und leicht broeckelig, dennoch bewahrt der Kaese seine cremige Grundstruktur. Im Aroma entfalten sich intensive Noten von Butterscotch und gerösteten Mandeln, begleitet von subtilen Anklängen an Karamell und eine dezente salzige Mineralitaet. Am Gaumen zeigt sich eine komplexe Sueße mit nussigen Untertönen und einem Hauch von Whiskey-artiger Wuerzigkeit. Das Finish ist lang anhaltend und hinterlaesst eine angenehme cremige Textur trotz der festen Konsistenz. Die Kristalle sorgen fuer einen ueberraschenden knackigen Kontrast zur weichen Grundtextur.

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Alles über diesen Käse

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Getränkeempfehlung

Ein edler Portwein oder ein kraftvoller Bordeaux harmoniert perfekt mit der komplexen Sueße des X-O-. Die karamellartigen Noten verbinden sich wunderbar mit den fruchtigen Tanninen eines gereiften Cabernet Sauvignon. Auch ein malziges Stout-Bier unterstreicht die nussigen Aromen. Ein alter Whisky oder Cognac bildet eine sublime Paarung mit den butterscotchartigen Nuancen.

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Beilagen & Speisen

Traditionell passt der X-O- hervorragend zu dicken Scheiben dunklem Pumpernickel-Brot und einem Hauch niederlaendischen Senf. Getrocknete Aprikosen und Walnuesse heben die karamelligen Noten hervor. Ein Stueck dunkle Schokolade mit 70% Kakaoanteil schafft eine unwiderstehliche Kombination. Auch zu gerösteten Haselnuessen und einem Glas Apfelmost entfaltet der Kaese seine volle Pracht.

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Rezeptidee

Fuer eine elegante Kaeseplatte hobeln Sie den X-O- mit einem scharfen Messer in duenne Spaene. Arrangieren Sie diese auf warmen Roggenbrot-Crostini und traeufeln Sie etwas niederlaendischen Blütenhonig darueber. Die Kristalle im Kaese sorgen fuer einen angenehmen Crunch, waehrend der Honig die butterscotchartigen Aromen unterstreicht. Als Garnierung eignen sich frische Birnen und gehackte Pistazien. Diese Kombination macht die jahrhundertealte Tradition des Beemster-Polders auf jedem Gaumen erlebbar.

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Wissenswertes

Reifezeit: 26 Monate Jaehrliche Gesamtproduktion: 34.000 Tonnen (alle Beemster-Sorten) Anzahl Landwirte in der Genossenschaft: über 400 Gruendung der Genossenschaft: 1901 UNESCO-Welterbe-Status des Beemster-Polders: seit 1999 Milchbedarf pro Kilogramm Kaese: etwa 10 Liter

Geschichte & Wissenswertes

Die Geschichte des Beemster X-O- beginnt im Jahr 1612, als niederlaendische Ingenieure die Beemster-Polder durch ein ausgeklugeltes System aus Deichen und Windmuehlen trockenlegten. Das neue Land, vier Meter unter dem Meeresspiegel gelegen, erwies sich mit seinem blauen Tonboden als außergewöhnlich fruchtbar und reich an Mineralien. Der Beemster-Polder ist der aelteste und beruhmteste Polder der Niederlande und wurde spaeter als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. Die einzigartige Beschaffenheit des Meerestonbodens mit seiner schieferblauen Farbe bringt laengere, dickere und naehrstoffreichere Graeser hervor, die der Milch eine besonders sueße und cremige Qualitaet verleihen. Bis 1901 lieferten die meisten Milchbauern ihre Milch und selbstgemachten Kaese an örtliche Haendler, doch die Abhaengigkeit von diesen Zwischenhaendlern gefiel ihnen nicht. Im Jahr 1901 gruendeten die Milchbauern schließlich eine formelle Genossenschaft, um die Produktion zu rationalisieren und eine gleichbleibende Geschmacksqualitaet zu gewaehrleisten. Die verschiedenen Genossenschaften bauten kleine Kaesereibetriebe und fusionierten ueber die Jahrzehnte miteinander. 1907 entstand die Genossenschaft Wilhelmina, 1930 fusionierte sie mit der Fabrik De Unie zur gemeinsamen Kaeserei De Tijd. 1947 schlossen sich zwei weitere Genossenschaften an und bildeten De Combinatie, die 1950 um die Kaeseerei Neerlandia erweitert wurde. 1991 entstand schließlich durch die Fusion von De Combinatie mit der Genossenschaft De Vechtstreek die CONO Kaasmakers. In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts fuehrte der wachsende Konkurrenzdruck im niederlaendischen Kaesemarkt zur Einfuehrung des Beemster-Kaeses, dessen handwerkliche Besonderheit in der handgerihrten Dicklegung und der Reifung unter wechselnden Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten liegt. Beemster ist die einzige Genossenschaft in Holland, die noch immer diese handwerkliche Technik beim Ruehren und Harken der Kaesemasse verwendet. Der Herstellungsprozess beginnt mit der sorgfaeltigen Pruefung der Milch bei ihrer Ankunft in der Molkerei. Die Kaeserei startet mit der sogenannten Dicklegung der Milch durch Zugabe von Lab, wodurch die Protein- und Fettbestandteile koagulieren. Nach der Dicklegung wird ein Teil der Molke abgelassen und Wasser zugegeben, um die Kaesemasse zu waschen, was einen sueßeren Kaese und eine Reduktion des Laktosegehalts bewirkt. Die Molke wird vollstaendig abgelassen, die Kaesemasse in Formen gepresst und anschließend in ein Salzbad gelegt, das den Reifungsprozess von innen heraus startet. Nach dem Salzbad werden die Kaeserad für einige Tage getrocknet, mit einer gelben Wachsschicht ueberzogen und in Lagerhaueser transportiert, wo sie auf Holzbrettern bei kontrollierten Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten reifen. Alle Beemster-Kaeserad werden bis zu 26 Monate lang taeglich von Hand gewendet, geprueft und poliert, um eine perfekte Reifung zu gewaehrleisten. Der Beemster X-O- ist der aelteste Kaese im Sortiment mit einer Reifezeit von etwa 26 Monaten. Ein Laib Beemster X-O- wiegt etwa 11,5 Kilogramm und misst etwa 38 Zentimeter im Durchmesser und 10 Zentimeter in der Höhe. Heute besteht die CONO-Genossenschaft aus etwa 475 Landwirten und ist eine der kleinsten derartigen Genossenschaften des Landes, die jaehrlich etwa 30.000 Tonnen Beemster-Kaese produziert. Im Jahr 2001 verlieh die Koenigin der Niederlande den Titel Hoflieferant. Die Beemster-Kuehe grasen auf pestizidfreien Weiden und werden niemals mit kuenstlichen Hormonen behandelt. Die Kuehe fressen hauptsaechlich Gras, das die Landwirte selbst anbauen, niemals genetisch veraenderte Sorten, und zusaetzlich erhalten sie zu 100 Prozent gentechnikfreie Kraftfuttermittel. Fast 80 Prozent des gesamten Kuhfutters stammt direkt aus der Region, und alles was die Kuh frisst, spiegelt sich in der Milch und damit im Beemster-Kaese wider.

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