Tief in den schroffen Alpenhoehen Sloweniens, wo sich die Weiden in smaragdgruene Matten verwandeln und die Schafe auf uralten Pfaden wandeln, entsteht ein Kaese, der die Seele der Bergwelt in sich traegt. Hier, wo die Tradition seit Jahrhunderten lebt und die Hirten ihre Geheimnisse von Generation zu Generation weitergeben, reift ein Schafskaese heran, dessen Charakter so kraftvoll und authentisch ist wie die Landschaft selbst.
Der Anschnitt offenbart eine goldgelbe bis tiefgelbe Farbe mit vereinzelten kleinen Loecher, die von der natuerlichen Reifung zeugen. Die Textur praesentiert sich halbfest und kompakt, fast schon granular unter dem Messer. Das Aroma steigt intensiv auf - kraftvoll schafmilchig mit blumigen Noten der Almkraeuter und einem Hauch von Heu. Am Gaumen entfaltet sich ein vollmundiger, leicht suesslicher Geschmack mit deutlichen schaerferen Akzenten. Die Schafmilch bringt eine charakteristische Tiefe mit sich, die an geraeuscherte Nuesse erinnert. Der Abgang ist lang und rein, mit einem angenehm salzigen Finale, das die mineralischen Eigenschaften der Alpenweiden widerspiegelt. Ein Kaese von bemerkenswerter Authentizitaet und regionaler Praegung.
Ein kraftvoller Cabernet Sauvignon aus dem slowenischen Vipava-Tal harmoniert wunderbar mit der intensiven Schafsaromatik. Die tanninhaltigen Rotweine ergaenzen die leichte Schaerfe des Kaeses perfekt. Alternativ passt ein regionaler Teran, dessen erdige Noten die alpinen Kraeuter widerspiegeln. Bei Weissweinen empfiehlt sich ein gereifter Chardonnay, dessen Komplexitaet der Tiefe des Kaeses entspricht.
Traditionell wird der Kaese mit hausgemachtem Buchweizenbrot und einem Tropfen heimischem Honig serviert. Geraeuscherte Speckwuerfel und eingelegte Rueben bilden eine authentische Begleitung. Frische Walnuesse und getrocknete Pflaumen unterstreichen die nussigen Untoene des Kaeses. Ein Glas hausgemachter Holundersirup rundet das alpine Geschmackserlebnis ab.
Schneiden Sie den Kaese in dicke Scheiben und legen ihn auf frisch gebackenes Sauerteigbrot. Betraeufeln Sie ihn mit einem hochwertigen slowenischen Olivenoel und einer Prise groben Meersalzes. Garnieren Sie mit frischen Thymian aus den Bergen und einem Spritzer Zitronensaft. Erwaermen Sie das Ganze kurz im Ofen, bis der Kaese leicht zu schmelzen beginnt. Servieren Sie dazu eingelegte Zwiebeln und einen Schluck geraeuscherten Obstbrand.
Mindestens 60 Tage Reifezeit in alpinen Hoehlen Jaehrlich etwa 15 Tonnen Produktionsmenge Nur 4 aktive Kaesereien in der Region 1756 erste urkundliche Erwaehnung in Udine Schutzgebiet umfasst 350 Quadratkilometer 80 Prozent Schafmilchanteil vorgeschrieben
Die Geschichte des Bačov syr ist untrennbar mit der jahrhundertealten Schaefertradition in den slowenischen Alpen verbunden. Bereits im 14. Jahrhundert züchteten die Hirten in den Gebirgsregionen um Bovec ihre Schafe und fertigten aus deren Milch haltbare Käseleibe für die langen Wintermonate. Die ersten urkundlichen Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1756, als der Käse in Udine so geschätzt war, dass er als Zahlungsmittel diente. Die geografisch geschützte Region liegt im nordwestlichen Slowenien, in der Goriška-Region nahe der italienischen Grenze, wo die Julischen Alpen mit ihren steilen Hängen und saftigen Hochalmen ideale Bedingungen schaffen. Die einheimische Schafrasse Bovška Ovca, perfekt an das raue Alpenklima angepasst, weidet auf Höhenlagen zwischen 800 und 1800 Metern. Die Herstellung folgt strengen traditionellen Methoden: Die abendliche Rohmilch wird über Nacht gereift, am Morgen mit frischer Morgenmilch vermischt und auf 32 bis 35 Grad erwärmt. Nach Zugabe von tierischem Lab entsteht binnen 45 Minuten ein fester Bruch, der in reiskorngroße Stücke geschnitten wird. Der Käsebruch wird langsam auf 42 Grad erhitzt, bevor er von Hand in Formen gepresst wird. Die Salzung erfolgt entweder trocken oder in Lake über 24 Stunden. Die Reifung findet mindestens 60 Tage in feuchten Kellern bei 12 bis 15 Grad statt, wo sich die charakteristischen großen Augen und die kompakte Textur entwickeln. Heute wird der Käse auf der Mangartska Planina, in Loška Koritnica und Krnica produziert, wobei nur zwei Hochalm-Käsereien und wenige Betriebe in der Gemeinde die Tradition fortführen. Der Käse erhielt 2012 den EU-Schutzstatus als 14. slowenisches Lebensmittel mit geografischer Herkunftsbezeichnung. Die jährliche Produktionsmenge ist bewusst begrenzt gehalten, um die Qualität und Authentizität zu bewahren. Jeder Laib wiegt zwischen 3 und 5 Kilogramm bei einem Durchmesser von 20 bis 25 Zentimetern.
© 2026 Käsekunde.de · Alle Rechte vorbehalten · Alle Angaben ohne Gewähr
* Affiliate-Links · Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen