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Almwiesenkäse

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Hoch oben auf den saftig gruenen Almwiesen des Sankt Galler Alpsteins reift ein besonders aromareicher Kaese heran. Der Almwiesenkaese verbindet die uralte Tradition der Schweizer Alpkaeserei mit der einzigartigen Pflanzenwelt der Ostschweizer Bergweiden, deren hunderterlei Kraeuter ihm seine charaktervolle Wuerze verleihen.

Der Sommelier empfiehlt

Der Almwiesenkaese praesentiert sich als goldgelber Schnittkaese mit einer charakteristischen braunen Rinde, die mit sichtbaren Kraeuterstücken durchzogen ist. Sein Teig zeigt sich fein und zart, ohne Lochbildung, und offenbart beim Anschnitt seine cremige, geschmeidige Textur. In der Nase entfaltet sich ein komplexes Bouquet aus wuerzigen Bergkraeutern, das an sonnendurchflutete Almwiesen erinnert. Der Geschmack ist koestlich herzhaft und kraeuterreich, mit einer angenehmen Salzigkeit und einem Hauch von nussigen Noten. Das Finish ist mittellang und rein, wobei die Kraeuterwuerze noch lange am Gaumen nachklingt und die alpine Herkunft unverkennbar macht.

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Alles über diesen Käse

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Getränkeempfehlung

Dieser kraeuter- und wuerzreiche Bergkaese harmoniert wunderbar mit einem kraeftigen Pinot Noir aus dem Wallis oder einem fruchtigen Chasselas aus der Waadt. Die Mineralnoten des Kaeses ergaenzen sich perfekt mit einem hopfenbetonten Schweizer Bier wie einem Ittinger Weizenbier. Auch ein Glas Appenzeller Alpenbitter unterstreicht die alpine Herkunft und verstaerkt die Kraeuterwuerze des Almwiesenkaeses.

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Beilagen & Speisen

Der Almwiesenkaese zeigt sich auf einem rustikalen Walliser Roggenbrot von seiner besten Seite, begleitet von Birnenmost und Nusskernen. Traditionell passt er hervorragend zu gedaempften Gschwellti mit einem frischen Salat aus Löwenzahn und wildem Schnittlauch. Ein weiterer Klassiker ist die Kombination mit selbst gemachtem Apfelkompott und gerösteten Baumnüssen aus der Region.

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Rezeptidee

Für eine authentische Almwiesen-Käsetörtli den Almwiesenkäse in dünne Scheiben hobeln und auf Blätterteigböden legen. Mit fein gehackten frischen Bergkräutern wie Thymian und Rosmarin bestreuen, dazu einige Tropfen Honig aus der Region träufeln. Bei 180 Grad etwa 12 Minuten backen, bis der Teigrand goldbraun ist. Warm servieren mit einem Glas gekühltem Fendant – so schmeckt die Schweizer Almtradition auf jedem Teller authentisch und unverfälscht.

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Wissenswertes

Reifezeit: 6 Monate Fettgehalt: mindestens 45% in der Trockenmasse Herstellung: mit kraeftigem Bergkraeutersud affiniert Milchbehandlung: auf maximal 40°C erhitzt Regionale Produktion: traditionell aus St. Galler Alpgebieten

Geschichte & Wissenswertes

Die Tradition der Käseherstellung in den Sankt Galler Alpen reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als Mönche des Klosters St. Gallen bereits in Dokumenten aus dem Jahre 1299 die Produktion von Schmalz, Ziger und Käse auf ihren Alpbetrieben erwähnten. Anders als in anderen Schweizer Alpregionen entwickelte sich die kommerzielle Käseproduktion im Kanton St. Gallen jedoch deutlich langsamer, da die meisten Alpen zu klein waren für eine großangelegte Käseherstellung und primär der Selbstversorgung dienten. Die ersten Erwähnungen von "melkiv rinder" - Melkrindern - auf St. Galler Alpen stammen aus historischen Verzeichnissen bäuerlicher Abgaben an das Kloster aus dem 14. Jahrhundert, wobei es sich zunächst um magere Weichkäse aus gesäuerter Milch handelte. Die moderne Labkäserei-Technik setzte sich hier erst im Verlauf des 15. und 16. Jahrhunderts durch, wesentlich später als in anderen Schweizer Regionen wie dem Greyerzerland oder Emmental. Der spezielle Almwiesenkäse, wie wir ihn heute kennen, entstand erst im 20. Jahrhundert als Weiterentwicklung traditioneller Alpkäse-Rezepturen. Besondere Bedeutung erlangte dabei die charakteristische Affinierung mit Bergkräutersud, eine Veredelungstechnik, die die einzigartige Kräutervielfalt der St. Galler Alpweiden nutzt. Während der sechsmonatigen Reifezeit bei kontrollierten Bedingungen entwickelt der Käse seine typische braune Rinde mit den eingearbeiteten Kräuterstücken. Die Rohmilch wird dabei schonend auf maximal 40 Grad Celsius erhitzt, wodurch die natürliche Milchflora erhalten bleibt und dem Käse während der Reifung seinen charakteristischen Geschmack verleiht. Das alpine Klima der Ostschweizer Bergwelt mit seinen über 1350 verschiedenen Alpen schafft ideale Bedingungen für diese besondere Käsespezialität. Die St. Galler Alpwirtschaft konzentriert sich hauptsächlich auf drei Gebiete: das Sarganserland, das Toggenburger Oberland und das Appenzeller Hinterland, wo heute noch 36 Alpbetriebe etwa 230 Tonnen Alpkäse pro Jahr herstellen. Die jahrhundertealte Tradition lebt in der modernen Produktion weiter, wobei alte Herstellungsverfahren mit zeitgemäßen Qualitätsstandards kombiniert werden.

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Almwiesenkäse aus St. Gallen - Schweizer Alpkäse Tradition